Implantatfraktur, Implantatbruch

Als Implantat-Fraktur wird ein mechanischer Defekt am Implantatkörper vom Zahnimplantat bezeichnet.

Eine Spätkomplikation bei einem Zahnimplantat kann ein Implantat-Bruch beim Implantatkörper infolge Materialermüdung sein, was eine sehr seltene Fraktur bei meist nicht mehr gebräuchlichen Implantaten ist die heute nicht mehr eingesetzt werden. Blattimplantate waren in der Vergangenheit bei Belastungen häufig gebrochen, da diese nur wenige Millimeter dick sind und die Implantatentfernung meist sehr schwierig ist. Bei Frakturen vom Implantatkörper handelt es sich meist um Ermüdungsbrüche infolge langfristiger starker Belastung die für Zahnimplantate ungünstige waren und zu einer Implantat-Ermüdung (Schwächung) geführt haben. Beim Dentalimplantat als Metallimplantat (Titanimplantat) sind Frakturen sehr selten, sodass ein chirurgischer Eingriff als postoperative Spätkomplikation als absoluter Misserfolg bezeichnet werden kann. Als Fraktur wird in der Medizin ein Knochenbruch bezeichnet, meist durch einen Unfall oder eine ungünstige Belastung, wo Symptome der Fraktur meist Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Blutverlust vorhanden sind. Implantatbrüche als sehr seltene Spätkomplikationen durch Materialfehler gehören bei üblichen Implantatsystemen meist der Vergangenheit an, wo die chirurgische Insertionstechnik von der Implantatform abhängt. Frakturen an Implantaten und Implantat-Teilen (Implantatzubehör) die zur Funktionslosigkeit vom Implantat führen und eine Implantatentfernung (Explantation) vom Zahnimplantaten notwendig machten waren meist eine mechanische Überlastung oder ein periimplantärer Kieferknochenabbau (Kieferknochenschwund) mit Implantatverlust. Explantierte enossale Dentalimplantate die frakturbedingt versagt haben werden durch das Rasterelektronenmikroskop einer detaillierten Schadensanalyse unterzogen und dokumentiert. Die Implantatfraktur darf nicht verwechselt werden mit Brüchen der aufgesetzten Struktur (Implantat-Schraubenbruch), denn das Zahnimplantat besteht im Normalfall aus drei Teilen, dem Implantatkörper als Zahnwurzelersatz der in den Kieferknochen geschraubt wird, dem Implantatpfosten der den Implantatkörper mit der Suprakonstruktion verbindet und dem "Prothetischer Aufbau" wie Implantatkrone, "Implantatbrücke" oder Teleskope für Teleskopprothesen als Suprakonstruktionen die auf das Implantat aufgebracht werden. In der Implantologie wird die Verankerung zwischen Zahnimplantat und der prothetischen Versorgung meist als Abutment bezeichnet. Die Schnittstelle zwischen Halteschraube und Implantatkörper stellt in der Implantat-Geometrie ein Schwachpunkt dar, da diese sehr hohen Belastungen ausgesetzt ist, im Gegensatz zu Locatoren und Kugelkopfankern, die keine zusätzlichen Halteschrauben benötigen. Das Kugelkopf-Abutment wird in das Zahnimplantat eingedreht und der Schnappmechanismus aus Metall oder einem Gummi-O-Ring wird als Matrize in die Zahnprothese eingearbeitet. Beim Kugelkopfanker auf Implantaten als Druckknopfsystem (Druckknopfanker) handelt es sich bei der Locator-Technik meist um konfektionierte, preisgünstige Halteelemente, wo die Friktionselemente leicht austauschbar sind und die Kugelkopfversorgung verdrängt.

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