Osteoklasten sind knochenabbauende Zellen

Der Knochen wird von den Osteoblasten und Osteozyten gebildet und von den Osteoklasten wieder abgebaut.

Das Knochengewebe ist ein Körpergewebe, das dem Knochen die Stabilität verleiht, denn der Knochen zählt zu den Stützgeweben, wo die Knochenzellen unterteilt werden in Osteoblasten, Osteozyten und Osteoklasten. Knochen besteht aus extrazellulärer Matrix und einem Zellen-System, das in der kalzifizierten Matrix die mechanischen Belastungen messen und darauf durch die Osteozyten die in Osteoblasten eingeschlossen sind, mit dem mit dem Aufbauprozess und Abbauprozess reagieren kann. Osteoklasten als knochenabbauende Zellen entwickeln sich aus hämatopoetischen Stammzellen im Knochenmark und die Osteoblasten bilden mit den Osteozyten fortlaufend neues Knochengewebe.

Ossifikation, eine Knochenbildung

Knochen wachsen hauptsächlich auf dem Weg enchondraler Ossifikation als Knochenbildung oder Verknöcherung durch Mineralisation von Geweben.

Die Verknöcherung kann durch die desmale Ossifikation als Ersatzknochenbildung oder direkte Verknöcherung erfolgen, denn der spätere Knochen entwickelt sich aus dem Bindegewebe. Durch die chondrale Ossifikation bildet sich bei der Entwicklung des Embryos zuerst Knorpel, bei dem die Verknöcherung abgebaut und durch Knochen ersetzt wird. Für Aufbauarbeiten im Knochenstoffwechsel bei den Knochen wie auch beim Kieferknochen sind die Osteoblasten zuständig und die Osteoklasten übernehmen die Abbauarbeiten vom Knochen. Osteoklasten als mehrkernige Riesenzellen entstehen durch die Fusion von einkernigen Vorläuferzellen aus dem Knochenmark und verrichten als Hauptaufgabe die Resorption vom Knochengewebe, wobei Osteoklasten proteolytische Enzyme abgeben und die kollagene Knochenmatrix auflösen. Durch einen niedrigen pH-Wert werden im Zwischenraum zwischen dem Osteoklasten und der Knochensubstanz Mineralsalze im Knochen herausgelöst, wobei der pH-Wert durch aktiven Protonentransport aufrechterhalten wird. Die knochenbildende Zellen Osteozyten sind von der Knochenmatrix umschlossen und haben eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren. Osteoklasten sind knochenabbauende Zellen und zeigen teilweise Eigenschaften von zirkulierenden Monozyten und Gewebs-Makrophagen.

Knochenbildung ist ein Knochenumbauprozess

Die Knochenbildung ist ein Knochenumbauprozess bei dem die Knochensubstanz ständig aufgebaut und abgebaut wird, doch ab dem 35. Lebensjahr wird der Abbauprozesse grösser, so dass der Knochenabbau den Aufbauprozess überwiegt.

Osteoblasten sind Knochenbildende Zellen und Osteoklasten sind Knochenabbauende Zellen, ähnlich wie bei den Odontoklasten das Körperzellen sind, die Dentin abbauen und die Odontoblasten die Dentinbeinbildner sind. Bei der genetisch bedingten Krankheitsgruppe der Osteoporose (Knochenschwund) und ihrer Unterform der Pyknodysostose ist die Osteoklastentätigkeit stark vermindert. Ein verstärkter Knochenabbau einem verminderten Knochenaufbau ergibt sich bei der Parodontitis als Gewebeentzündung um den Zahn, da das Gleichgewicht zwischen Knochenabbau und Knochenanbau zu Ungunsten vom Knochenaufbau verschoben wird. Zur Behandlung von Knochenmetastasen werden Krebsmedikamente eingesetzt die den Kieferknochen angreifen können, denn die Wirkstoff-Präparate können als Nebenwirkung den natürlichen Knochenumbauprozess blockieren, so dass Kieferprobleme mit Kieferschmerzen entstehen können.

Kieferknochenaufbau bei Kieferknochenschwund

Unter Kieferknochenaufbau versteht man die Kieferknochen-Augmentation, denn Augmentation bedeutet in der Zahnmedizin das Wiederherstellen von verloren gegangener Knochensubstanz.

Wenn Zähne verloren gehen, baut der Körper den nicht mehr belasteten Kieferknochen ab, so dass für Zahnimplantate ein Kieferknochenaufbau erforderlich sein kann. Fehlender Kieferknochen durch einen Kieferknochenschwund kann regeneriert werden, was der Zahnarzt bei der Zahnimplantation als gesteuerter Knochenregeneration bezeichnet, wenn sich verlorene Knochensubstanz durch anregen vom Körper neu bilden kann, denn der Kieferknochen wächst nach, so auch in der Implantologie mit Knochenersatzmaterialien, was für Zahnimplantate eine wichtige Voraussetzung ist. Besonders bei Zahnlücken wird durch das Fehlen der Zähne der Kieferknochen abgebaut, ähnlich wie beim Muskelschwund, wenn der Arm im Gips nicht benötigt wird, so erfolgt auch der Abbau vom Knochen, wenn dieser durch die Zähne nicht mehr gebraucht und belastet wird. Wenn Zahnersatz benötigt wird, bewirkt man durch Zahnimplantate als Nachbildung vom natürlichen Zahn eine natürliche Druckbelastung auf den Kieferknochen, womit der Kiefer besser durchblutet wird als mit einer Zahnprothese und damit ein Kieferschwund besser verhindert werden kann. Bei der Zahnsanierung wird der beste Kaukomfort durch normale Implantate mit Implantatkrone erreicht, da Schraubenimplantate eine Nachahmung der natürlichen Zähne sind. Der Kieferknochenabbau kann man als Alterungsprozess etwas verlangsamen, indem man das Zahnfleisch massiert, so dass das Zahnfleisch und auch der Kiefer dadurch besser durchblutet werden. 

 



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