Höhenabbau vom Kieferknochen, eine Horizontalatrophie

Höhenabbau ist ein gleichmässiger meist altersbedingter Abbau vom Kieferknochen als Folge einer chronischen Parodontalerkrankung vom Zahnhalteapparat.

Der Kieferknochen kann durch Einwirkung von Bakterien um die Zähne herum schwinden, was als Kieferknochenschwund bezeichnet wird, der meist mit einem Zahnfleischschwund einhergeht. Bei Zahnverlust baut der Körper den nicht mehr belasteten Kieferknochen ab, so dass für Zahnimplantate meist je nach Implantatsystem ein Kieferknochenaufbau erforderlich ist. Die Horizontalatrophie ist ein feststellbarer horizontaler Verlust vom Alveolarknochen mit oder ohne Rückgang vom Zahnfleisch als Folge einer altersbedingter oder entzündungsbedingter Parodontopathie. Da das darüberliegende Zahnfleisch fest mit dem Kieferknochen verwachsen ist, zieht sich die Gingiva damit zurück, denn Zahnhalteapparat und Zahnfleisch bilden eine Einheit, sodass die Zähne als länger erscheinen, ansonsten tiefe Zahnfleischtaschen entstehen. Mit dem Höhenabbau als Horizontalatrophie und dem Seitenabbau vom Kieferknochen ist der alveoläre Knochen, der beim Zahnarzt als Alveolarfortsatz bezeichnet wird gemeint  bzw. der Abbau der Alveolen (lat. kleine Mulde) als Knochenfach. Unter Atrophie oder Atrophia versteht man in der Zahnmedizin einen Gewebeschwund bzw. Kieferknochenschwund, so meist eine Schrumpfung bzw. Schwund vom Kieferknochen nach einem Zahnverlust, was auch als Kieferknochenrückgang oder Kieferknochenabbau bezeichnet wird. Chronische Entzündungsprozesse am Kieferknochen können Auslöser von Kieferknochenschwund sein, da sie eine Aktivierung der knochenabbauenden Osteoklasten bewirken, wobei eine Blockierung der knochenaufbauenden Osteoblasten erfolgt. Osteoklasten sind knochenabbauende Zellen und haben die Aufgabe der Resorption der Knochensubstanz, was dann meist ein Aufbau vom Knochen bei einer Zahnimplantation notwendig macht. Die Alveolaratrophie wird in der Zahnmedizin auch als Kieferatrophie bezeichnet, das ein Abbau vom bezahnten Alveolarfortsatz bei Zahnbetterkrankungen oder eine Abflachung vom unbezahnten Kieferkamm ist. Die Alveolaratrophie ist eine Kieferatrophie vom ursprünglich zahntragenden Knochenteil der ohne Zähne als Kieferkamm bezeichnet wird. Durch Zahnimplantate als Nachbildung der natürlichen Zahnwurzel bewirkt man eine natürliche Druckbelastung auf den Kieferknochen, damit dieser wie durch eine natürliche Wurzel besser durchblutet wird und ein Knochenschwund beim Kiefer durch ein Implantat meist verhindert werden kann.

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