Zahnarztkosten und Zahnersatzkosten sparen

Zahnarztkosten: Am richtigen Ende sparen

Gesunde Zähne sind Gold wert. Das wissen vor allem Menschen, die häufig Probleme mit den Zähnen haben. Wenn der regelmässige Besuch beim Zahnarzt immer wieder kleinere oder grössere Behandlungen mit sich bringt, können sich die Kosten schnell summieren, denn in vielen Fällen leistet die Krankenkasse bestenfalls einen Zuschuss. Auf einem nicht unerheblichen Teil der Kosten bleibt der Patient häufig selbst sitzen. Vor allem gesetzlich Krankenversicherte stellen häufig fest, dass der Anteil der Zahnarztkosten, den die Krankenkasse übernimmt, nur einen Bruchteil der tatsächlichen Aufwendungen abdeckt.

Zahnarztkosten sparen

Bei Zahnarztkosten können Patienten sparen, ohne auf wichtige Behandlungen zu verzichten.

Trotzdem ist es wichtig, bei den Zahnarztkosten nicht am falschen Ende zu sparen, denn gesunde Zähne sind ein wichtiger Baustein des allgemeinen Wohlbefindens und des gesamten Gesundheitszustandes. Es gibt aber auch für häufige Besucher auf dem Zahnarztstuhl eine gute Nachricht: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, bei den Zahnarztkosten oder beim Zahnersatz zu sparen, ohne auf wichtige Behandlungen zu verzichten. So kann sich jeder eine professionelle Zahnbehandlung leisten:

1. Über den Leistungsumfang der Krankenkassen ausführlich informieren

Es ist richtig, dass vor allem im Bereich Zahngesundheit die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen vielfach zu wünschen übrig lassen. Wer einen hochwertigen Zahnersatz benötigt, eine Zahnkorrektur beim Kieferorthopäden vornehmen lassen muss oder sich für einen kosmetischen Eingriff im Zahnbereich entscheidet, muss einen grossen Teil der anfallenden Kosten meist selbst tragen. Allerdings bieten die meisten Krankenkassen Zusatzleistungen an, die im Rahmen der Zahnbehandlung echtes Sparpotential haben und die von vielen Versicherten aus Unwissenheit nicht ausreichend ausgeschöpft werden.

Krankenkasse

Einige gesetzliche Krankenkassen bieten ihren Patienten inzwischen aber Zusatzleistungen im Bereich der Zahnbehandlung an, bei denen sich Kosten sparen lassen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Versicherte nicht auf einen bestimmten Zahnarzt besteht. Die Zusatzleistungen sind häufig nämlich an Rahmenverträge geknüpft, die die Krankenkassen mit bestimmten Zahnärzten oder Zahnarztverbänden geschlossen haben. Wer bereit ist, den Zahnarzt zu wechseln, kann zum Beispiel eine professionelle Zahnbehandlung oder hochwertigen Zahnersatz zu einem günstigeren Festpreis bekommen, als dies beim eigenen Zahnarzt möglich ist. Hier kann es sich lohnen, sich bei der Krankenkasse genau über die Möglichkeiten der Zusatzleistungen zu informieren.

2. Eine Zahnzusatzversicherung abschliessen

Wer häufig zum Zahnarzt muss oder kostenintensiven Zahnersatz benötigt, sollte über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachdenken. Mit einer Zahnzusatzversicherung lassen sich die Zuzahlungen für Zahnarztbehandlungen, Implantate und kieferorthopädische Behandlungen auf bis zu 100 % aufstocken. Typische Leistungen, die die Zahnzusatzversicherung abdeckt, sind:

Einlagefüllungen (Inlays und Onlays)
Kunststofffüllungen
Knirscherschienen
Wurzelbehandlungen
Parodontosebehandlungen
Zahnmedizinische Individualprophylaxemassnahmen inklusive professioneller Zahnreinigung

Dabei übernimmt die Zahnzusatzversicherung bis zu 90 % der erstattungsfähigen Aufwendungen nach Abzug der Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse (Quelle: ergodirekt.de).
Eine Zahnzusatzversicherung sollte allerdings möglichst früh abgeschlossen werden, denn die meisten Versicherer haben je nach Tarif in den ersten Jahren der Vertragslaufzeit bestimmte Leistungsbeschränkungen implementiert. Das kann dazu führen, dass die Zahnzusatzversicherung in den ersten Jahren für Behandlungen, die nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen fallen, nur einen begrenzten Festsatz leistet. Patienten, die eine grössere Zahnbehandlung vornehmen lassen möchten, sollten sich deshalb frühzeitig informieren, ab wann die Zahnzusatzversicherung im vollen Umfang leistet und die Behandlung, sofern möglich, entsprechend planen.

3. Ein Bonusheft führen

Eine gute Möglichkeit, die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen bei Zahnbehandlungen aufzustocken, ist das Führen eines Bonusheftes. Das Bonusheft erhalten die Versicherten direkt von ihrer Krankenkasse. Voraussetzung ist mindestens einmal im Jahr ein routinemässiger Besuch.

Bonusheft

Das Bonusheft sichert gesetzliche Krankenversicherten höhere Zuschüsse.

Versicherte, die mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung zur Vorsorge gegangen sind, können mithilfe des Bonusheftes die Zuschüsse von ihrer gesetzlichen Krankenkasse um 20 % aufstocken. Wer zehn Jahre ohne Unterbrechung einmal jährlich zur Vorsorge gegangen ist und diese über das Bonusheft nachweisen kann, erhält sogar um 30 % höhere Zuschüsse von der Krankenkasse zu den erstattungsfähigen Zahnarztkosten.

Vorsicht: Ein Bonusheft ist nur sinnvoll, wenn die jährlichen Kontrollen strikt eingehalten werden. Wer auch nur einmal den Besuch beim Zahnarzt versäumt, verliert den gesamten bisher angesammelten Bonus und fängt mit dem Bonusheft wieder ganz von vorne an. Damit sich ein Bonusheft lohnt, sollten die jährlichen Kontrollen also fest eingehalten werden.

Ausführliche Informationen rund um das Bonusheft liefert die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

4. Einen ausführlichen Heil- und Kostenplan anfordern und Preise vergleichen

In Deutschland sind Zahnärzte dazu verpflichtet, vor der Zahnbehandlung einen ausführlichen Heil- und Kostenplan zu erstellen. In diesem werden alle Behandlungsmassnahmen und die dafür in Rechnung zu stellenden Kosten aufgelistet. Patienten haben Anspruch darauf, diesen Heil- und Kostenplan einzusehen und jeden Punkt mit ihrem Zahnarzt ausführlich zu besprechen.

Heil und Kostenplan

Ein Heil- und Kostenplan gibt Aufschluss über Sparmöglichkeiten.

Auch wenn ein Zahnarztbesuch Vertrauenssache ist und viele Patienten ihrem Zahnarzt treu bleiben, sofern sie mit der Behandlung zufrieden sind, kann es nicht schaden, die in der Praxis veranschlagten Preise mithilfe des Heil- und Kostenplans zu prüfen und mit den Angeboten anderer Praxen zu vergleichen. Ein erster Vergleich ist häufig innerhalb kurzer Zeit über das Internet möglich, da einige Zahnarztpraxen ihren Leistungskatalog dort für Patienten zugänglich machen. Wer in einer anderen Praxis dieselben Leistungen für einen deutlich günstigeren Preis gefunden hat, sollte sich nicht scheuen, den Zahnarzt darauf anzusprechen.

Oft ist es auch möglich, auf günstigere Materialien oder alternative Behandlungsmöglichkeiten auszuweisen. Ein Gespräch mit dem behandelnden Zahnarzt auf Basis des Heil- und Kostenplanes kann Klarheit verschaffen und möglicherweise enorme Kosten sparen, ohne auf wichtige Zahnbehandlungen verzichten zu müssen.

5. Eine Behandlung beim Zahnarzt im Ausland wählen

Vor allem im Bereich Zahnersatz können Leistungen im Ausland deutlich günstiger in Anspruch genommen werden. In der Schweiz, Ungarn oder Kroatien können Patienten aus Deutschland deutlich sparen. Um bis zu 50 % teurer sind gleichwertige Materialien und Behandlungen. Da in Deutschland freie Arztwahl besteht, leisten die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der üblichen Zuschüsse auch dann, wenn der Patient für die Behandlung eine Zahnarztpraxis im Ausland wählt. Dadurch kann der Eigenanteil an den Zahnarztkosten also deutlich gesenkt werden, ohne auf die Leistungen der eigenen Krankenkasse verzichten zu müssen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einen im Ausland ansässigen Zahnarzt wählen, der mit einer in Deutschland niedergelassenen Praxis einen Kooperationsvertrag unterhält. Informationen darüber vermittelt in der Regel die Zahnarztpraxis in Deutschland oder die Krankenkasse. Der Vorteil daran ist, dass eventuell anfallende Folgebehandlungen im Anschluss auch von der in Deutschland ansässigen Praxis mit Kooperationsvertrag ausgeführt werden kann, ohne dass die Krankenkasse die Leistungen für die Behandlung kürzt.

6. An einer Zahnarztauktion teilnehmen

Eine Zahnarztauktion ist eine Möglichkeit, von der die wenigsten Zahnarztpatienten schon einmal etwas gehört haben. Dabei birgt das Konzept echtes Sparpotential. Zahnarztauktionen werden auf verschiedenen Internetplattformen angeboten. Dort haben Patienten die Möglichkeit, den von ihrem behandelnden Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplan online zu stellen. Auf das Inserat können zahlreiche Zahnärzte aus ganz Europa zugreifen und nach der Durchsicht des Heil- und Kostenplanes ihrerseits ein Angebot für die erforderlichen Behandlungen abgeben. So kann der Patient verschiedene Angebot mühelos vergleichen und sich letztendlich für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden.

Zahnarztauktion

Bei einer Zahnarztauktion erhalten Patienten verschiedene Behandlungsangebote über das Internet.

Die Entscheidung, ob er in der Zahnarztpraxis seines Vertrauens bleiben oder für die anstehenden Behandlungen das Angebot eines anderen Zahnarztes in Anspruch nehmen möchte, bleibt selbstverständlich dem Patienten überlassen. Die Zahnarztauktion ist allerdings eine gute Möglichkeit, um an konkrete Vergleichsangebote zu kommen, ohne zahlreiche Zahnarztpraxen separat kontaktieren zu müssen. Eine Ersparnis von 30 bis 40 % der Behandlungskosten lässt sich auf diese Weise durchaus erzielen.

7. In der Zahnklinik von Zahnarztstudenten behandeln lassen

Was im ersten Moment ein wenig abenteuerlich klingen mag, ist durchaus eine probate Möglichkeit, um bei der Zahnbehandlung Geld zu sparen. In Zahnkliniken sammeln Studenten der Zahnmedizin in den höheren Semestern ihre Praxiserfahrung und unterstützen die Klinikärzte bei der Behandlung der Patienten. Da es sich bei den Studenten noch nicht um fertig ausgebildete Zahnmediziner handelt, kosten die Behandlungen in der Regel nur einen geringen Teil dessen, was ein niedergelassener Zahnarzt in Rechnung stellt.

Studentenkurse

In Studentenkursen behandeln Studenten der Zahnmedizin Patienten für kleines Geld.

Wer sich nicht scheut, sich in die noch unerfahrenen aber gut ausgebildeten Hände eines Studenten der Zahnmedizin zu begeben, sollte sich beim nahegelegenen Uniklinikum nach sogenannten Studenten- oder Patientenkursen erkundigen. Unter der Leitung eines zum Klinikum gehörenden Facharztes nehmen die angehenden Zahnmediziner hier regelmässig Zahnbehandlungen jeglicher Art vor und sammeln dabei wertvolle Praxiserfahrung. Für Patienten ist dies eine Möglichkeit, nicht nur deutlich günstiger an eine notwendige Zahnbehandlung zu kommen, sondern auch modernste Behandlungsmethoden kennenzulernen, die der eigene Zahnarzt möglicherweise noch gar nicht praktiziert.

Ein Nachteil der Behandlung in einer Zahnklinik: Der Termin sollte mit einiger Vorlaufzeit vereinbart werden, denn Studentenkurse, in denen Studenten die Behandlung durchführen, sind als kostengünstige Variante sehr beliebt und deshalb meist auf lange Zeit ausgebucht. Muss ein Eingriff kurzfristig erfolgen, ist die Zahnklinik deshalb häufig leider keine echte Alternative.

Alle gesetzlich Krankenversicherten haben die Möglichkeit, sich in einem Uniklinikum in einem Studentenkurs behandeln zu lassen. Die Festzuschüsse, die die Krankenkasse pro Zahnbehandlung leistet, bleiben davon unberührt. Es ist also möglich, den regulären Festzuschuss zu erhalten, obwohl die eigentliche Zahnbehandlung deutlich günstiger ausgefallen ist.

In diesen Kliniken werden regelmässig Studentenkurse angeboten:

- Uni-Zahnklinikum München
- Uni-Zahnklinikum Frankfurt am Main
- Uni-Zahnklinikum Hannover

Zahnbehandlung Deutschland

Eine optimale und günstige Zahnbehandlung in Deutschland gibt es auch an der Schweizergrenze zu Schaffhausen mit günstigem Zahnarzttarif. Die Zahnbehandlung in Deutschland ist eine preisgünstige Alternative zu den Zahnkliniken in Budapest. Die Zahnbehandlung Deutschland ist im Besonderen geeignet bei Zahnarztangst (Zahnarzt-Phobie), wo eine Zahnbehandlung bzw. Zahnsanierung auch in Dämmerschlaf-Narkose oder Vollnarkose erfolgen kann. Weitere Informationen über Behandlung bei Zahnarztangst und Schlafnarkose beim Zahnarzt erhalten Sie bei OPTI-DENT unter Fachberatung Zahnmedizin und Fachberatung Zahnarztangst.