Implantatkontrolle, Implantatverlust

Am ehesten bemerkt man einen drohenden Implantatverlust beim Zähneputzen, wenn beim Ausspülen oder bei der Arbeit mit der Zahnzwischenraumbürste oder mit der Zahnseide ein wenig Blut zu sehen ist.

Zahnimplantate haben sich als künstliche Zahnwurzeln durchgesetzt, die schraubenförmig oder zylinderförmig sind, wobei es meist Implantate aus Titan sind. Der verschraubte Implantat-Pfosten im Implantatkopf vom Dentalimplantat ragt aus den Zahnfleisch heraus und nimmt die Implantatkrone auf. Wichtigstes Alarmzeichen für Implantatverlust ist nach der Implantatologie eine erhöhte Blutungsneigung vom Zahnfleisch (Zahnfleischbluten), wo es vor allem in der Einheilungsphase zu Komplikationen kommen kann. In der Einheilungsphase ist Zahnfleischbluten zunächst nach der Implantologie ganz normal. Durch eine sehr gute Mundhygiene, träg man trotz der Blutung dazu bei, dass sich das Gewebe rasch beruhigt. Hat man das Implantat schon länger und stellt eine Blutungsneigung fest, so kann das auf eine Mukositis oder Periimplantitis hinweisen. Mögliche weitere Zeichen einer Entzündung sind neben der erwähnten Blutungsneigung auch eine Schwellung der Schleimhaut sowie Mundgeruch oder ein schlechter Geschmack im Mund. Ein Zahnarztbesuch wird auch dann notwendig, wenn man eine Lockerung des Zahnersatzes oder Implantats bemerkt.

Implantat-Kontrolle beim Zahnarzt

Eine regelmässige Implantatkontrolle durch den Zahnarzt sowie eine professionelle Zahnreinigung und Implantatreinigung tragen zur Früherkennung von Implantatverlust bei und können so eine Periimplantitis verhindern. Mukositis und Periimplantitis sind vielfach für Zahnpatienten kaum erkennbar. Man sollte deshalb die Kontrolltermine (Recall) wahrnehmen und die Zahnarztpraxis auch zwischen den Terminen aufsuchen, wenn Entzündungsanzeichen festgestellt wird. Beim Zahnimplantat handelt es sich mit der Implantatkrone um einen Fremdkörper im Mund, wo im Normalfall keine Probleme entstehen, doch können durch Knirschen und Pressen wie beim Zähneknirschen und Zähnepressen (Bruxismus) auch Schäden an Zahnimplantaten, Implantatkronen, Zahnfleisch, Kiefergelenken und am ganzen Zahnhalteapparat entstehen. Mukositis und Periimplantitis können sich entwickeln, ohne dass man deutliche Zeichen davon wahrnimmt. Mukositis und Periimplantitis sind meist schmerzfrei und werden daher vom Zahnpatienten oft übersehen.

Lockeres Zahnimplantat

Auslöser für ein lockeres Zahnimplantat sind meist bakterielle Entzündungen, ähnlich wie bei der Parodontitis.

Risikofaktoren (Implantat-Risiko) für den Implantatverlust sind meist eine schlechte Mundhygiene, Zuckerkrankheit und Kieferschwund (Knochenschwund vom Kieferknochen), so auch nach einem Kieferknochenaufbau, im Besonderen während der Einheilzeit der Zahnimplantate im Kieferknochen. Wenn durch Zähneknirschen oder durch eine Entzündung sich das Zahnimplantat lockert, muss dieses vielfach wieder entfernt oder sogar ersetzt werden, was als Implantatverlust bezeichnet wird. Zunächst entzündet sich das Zahnfleisch und schwillt an, wobei die Entzündung vielfach auch mit einer Eiterbildung einhergeht und sich das Implantat sich lockert. Von einem Implantatverlust spricht der Zahnarzt jedoch erst, wenn der Zahnwurzelersatz aufgrund von Schäden ausgetauscht werden muss, denn auch die Haltbarkeit vom künstlichen Zahn ist wie bei jedem Zahnersatz begrenzt. Bei einer Entzündung um das Implantat ist meist eine Explantation notwendig, da sich der der Knochendefekt am Kieferknochen 4 bis 6 Monate erholen muss, bis eine neue Zahnimplantation möglich ist.

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