Ossifikation, eine Knochenbildung "Zahnmedizin"

Ossifikation ist die Knochenbildung resp. Verknöcherung durch Mineralisation von Gewebe, wo bei der Knochenbildung zwischen desmaler und chondraler Ossifikation unterschieden wird.

Als indirekte Ossifikation wird die chondrale Ossifikation zur Bildung der Zwischenstufe Knorpel (als Ersatzknochen) von Knochengewebe bezeichnet, denn als Knochengewebe wird Gewebe bezeichnet, das dem Knochen seine Stabilität verleiht. Der Knorpel wird durch Chondroklasten stetig abgebaut und mit Hilfe von Osteoblasten durch Knochen ersetzt. Die desmale Ossifikation wird als Form der Bildung von Knochengewebe direkte Ossifikation bezeichnet, bei dem der Knochen direkt aus dem embryonalen Bindegewebe gebildet wird. Der Geflechtknochen wird im Embryonalstadium gebildet und wird nach der Geburt durch den Lamellenknochen grösstenteils ersetzt. Geflechtknochen bildet sich bei der Neubildung von Knochen und ist wegen der nicht ausgerichteten Faserstruktur bei einer Frakturheilung nach einem Bruch vom Kieferknochen nicht stark belastungsfähig, womit sich Kieferprobleme ergeben können. Der bewegliche Unterkieferknochen Mandibula mit den zwei Kieferwinkeln ist der stärkste und grösste Knochen vom Gesichtsschädel. Aus dem Geflechtknochen bildet sich der Lamellenknochen durch die schrittweise Strukturierung durch den Knochenumbauprozess beim Kieferknochen infolge Belastung vom Knochen, sodass die Kollagenfasern der Knochenmatrix parallel ausgerichtet verlaufen.

Ossifikation, ein Vorgang zur Bildung von Knochengewebe

Knochengewebe besteht aus Knochenzellen (Osteozyten) und wird dem Bindegewebe und Stützgewebe zugerechnet.

Als Osteogenese wird die Knochenentwicklung und als Osteoneogenese die Knochenneubildung bzw. der der Neubildungsprozess vom Knochen bezeichnet. Ossifikation ist der Vorgang der Bildung von Knochengewebe, so auch von Kieferknochen, denn "Osteo" bedeutet Knochen und als Osseointegration wird in der Zahnmedizin die reizlose Einheilung vom Zahnimplantat in den Kieferknochen bezeichnet. Der Begriff "Osseointegration" wird vielfach in der Implantologie für den funktionellen und strukturellen Verbund zwischen dem lebenden Knochengewebe und der Zahnimplantat-Oberfläche nach der Zahnimplantation gebraucht. Ossifikation ist gleichbedeutend wie Osteogenese, was die Bildung von Knochengewebe bezeichnet, denn "Genese" bedeutet Entstehung oder Entwicklung. Das Gegenteil von Osteogenese ist Osteolyse, das die aktive Auflösung bzw. Resorption von Knochengewebe bezeichnet und einen Abbau oder Auflösung von einem Gewebe bedeutet. Die Ossifikation ist auch in der Zahnmedizin ein physiologischer Prozess, der durch den Organismus zum Wachstum oder zur Regeneration anregt wie z.B. nach einer Knochenfraktur nach einem Zahnunfall, so bei einer Unterkieferfraktur, das ein Knochenbruch im Unterkiefer ist wo die Knochenbruchlinie meist entlang von Schwachstellen im Unterkiefer verlaufen. Fehlender Kieferknochen kann nach einem Knochenschwund regeneriert werden und wird beim Zahnarzt als Kieferknochen-Regeneration bezeichnet, denn Kieferknochen wächst nach. Ossifikation ist eine Verknöcherung und kann  durch eine mineralische Einlagerung in vorgebildete Gewebe wie Knorpel erfolgen oder bei der Mineralisation von bindegewebigem Osteoid, was als Bindegewebsknochen bezeichnet wird.



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