Speichelstein (Sialolith)

Speichelstein (Ptyalolith, Sialolith) ist die in den Ausführungsgängen der grossen Speicheldrüsen (Parotis, Submandibularis, Sublingualis) befindliche Ablagerung.

Ein Speichelstein (Sialolith) ist ein kleiner, harter Stein, aufgebaut aus Bestandteilen des Speichels, welcher sich in einer Speicheldrüse bildet. Calculus ist eine andere Bezeichnung für Speichelstein, Zahnstein oder Konkrement. Speichelstein besteht hauptsächlich aus Calciumphosphat, Calciumcarbonat wie auch Kohlenhydrate, Eiweisse und Magnesium. Bei entsprechender Grösse können diese Speichelsteine zu einem Speichelstau mit Entzündungen (Sialolithiasis) führen. Dadurch, dass es bei der Nahrungsaufnahme reflektorisch zu einer Speichelproduktion kommt, treten erheblichen Schmerzen und Schwellungen auf, eine Entfernung ist dringend angeraten. Kommt es durch den verstopften Gang zum Speichelaufstau, beginnt die Einwanderung von Bakterien oder Viren, was vielfach zu einer meist einseitigen Speicheldrüsenentzündung (Sialadenitis) führt. Bevorzugt von Speichelstein sind Männer zwischen 30 und 40 Jahren. Bei 80% der Betroffenen ist eine der beiden Unterkieferspeicheldrüsen (Glandula submandibularis) befallen, den diese Drüsen produzieren den grössten Teil des Speichels und liegen etwas unter dem Kiefergelenk bzw. die Ausführungsgänge befinden sich neben dem Zungenbändchen. Speichelsteine sind kleine Fremdkörper und können durch eine Veränderung der Zusammensetzung und Menge des Speichelsekrets auftretten. Statistisch gesehen treten Speichelsteine bei rund 1.2% der Bevölkerung auf. Kleine Speichelsteine können durch einen regen Speichelfluss ausgeschwemmt werden, grössere Steine bedürfen meist der chirurgischen Entfernung. Ein Speichelstein enthält die die gleichen Stoffe, wie im Speichel enthalten sind und hat einen Ø von ca.1 Millimeter, kann aber auch bis zu 2 cm gross werden.

Speichelstein-Therapie

Bis vor wenigen Jahren mussten 80 % aller Patienten bei der Diagnose "Speichelstein" operiert werden.

Die betroffene Speicheldrüse wurden nach erfolgter Diagnose Speichelstein komplett entfernt. Eine operative Entfernung der betroffenen Speicheldrüse ist mit dem Risiko verbunden, benachbarte Strukturen wie Gesichtsnerven zu verletzen. Höchste Prioritäten haben jedoch die Schonung der Gesichtsnerven sowie nebenwirkungsarme und drüsenerhaltende Speichelsteintherapie. Wenn die Speicheldrüse entzündet ist, kann diese antibiotisch und auch mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten behandelt werden. Beschwerden durch dis Speicheldrüsenentzündung können zusätzlich durch reichliche Flüssigkeitszufuhr und Kühlung, weiche Kost und intensive Mundhygiene gelindert werden.

Konservative Speichelsteintherapie 

Nach Möglichkeit sollte der Speichelstein beseitigt und dabei die Drüse geschont werden. Bei einer Speicheldrüsenentzündung werden antibiotische Medikamente gegeben. Liegt der Speichelstein ganz am Ende des Ganges, kann man vorerst versuchen, durch so genannte Speichellocker den Stein auszuschwemmen d.h. ohne eine Operation zum Abgang zu bringen. Dazu können speichelfördernde Massnahmen ergriffen werden wie das Lutschen einer Zitrone, das Kauen eines Kaugummis oder die Gabe von Medikamenten, die eine vermehrte Speichelausschüttung bewirken. Durch Nahrungsmittel wie Zitrone, saure Bonbons oder Kaugummis wird der Speichelfluss angeregt und im günstigsten Fall wird der Stein aus dem Gang herausgespült. Ein Steinabgang kann sich auch durch eine zusätzliche Massage der betroffenen Speicheldrüse ergeben. Auch eine Aufdehnung des Speicheldrüsengangs kann sinnvoll sein. In einigen Fällen kann der Speichelstein mit speziellen Instrumenten oder durch Speicheldrüsengangs-Spiegelung (Endoskopie) entfernt werden.

Zertrümmerung des Speichelsteins

Die erweiterte Form von der konservativen Speichelsteintherapie  stellt die Speichelgang-Endoskopie dar. Ein Endoskop ist ein Gerät, mit dem das Innere von lebenden Organismen, aber auch technischen Hohlräumen untersucht oder manipuliert werden kann. Bei dieser Therapie wird eine dünne Sonde in den Speichelgang eingeführt mit dem man entweder den Stein mit einem winzigen Drahtkörbchen bergen oder ihn über Laser zertrümmern kann. Die kleinen Fragmente die entstehen, können dann ohne Probleme abfliessen.Für tiefe sitzende Steine können diese Massnahmen manchmal nicht ausreichend sein. Bei Problemfällen für tiefe sitzende Steine kommt die extrakorporale Stosswellenlithotripsie in Frage. Von aussen her wird mit einem Gerät, das Ultraschallwellen abgibt, versucht, den Stein zu zertrümmern. In jüngster Zeit wird eine "Stosswellenlithotripsie" angewandt, welche ambulant ohne örtliche Betäubung durchgeführt werden kann. Eine Zertrümmerung des Speichelsteins durch eine so genannte Lithotripsie ist möglich. Verletzungen der Gesichtsnerven und andere bekannte Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden. Das schonende und relativ schmerzlose Verfahren erfordert keine örtliche Betäubung und ermöglicht auch die Behandlung von Risikopatienten, sofern die Ausschlusskriterien beachtet werden. Bei grösseren Speichelsteinen der Ohrspeicheldrüsen und Unterkieferspeicheldrüsen ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie eine Wahlmöglichkeit vor einer Operation. Die Steindesintegration gelingt dabei in der Regel so vollständig, dass die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über den natürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden werden.

Operation bei Speichelstein

In einigen Fällen ist bei Speichelstein eine Operation als angezeigt. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung oder auch im Dämmerschlaf erfolgen. Als erstes kann versucht werden, den Speichelstein von aussen her, herauszumassieren. Wenn dies nicht funktioniert, kann man zusätzlich den Ausführungsgang mit einer kleinen Sonde etwas aufweiten und einen kleinen Schnitt am Ende machen. Die Ausführungsgänge der Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse liegen am Boden des Mundes und die der Ohrspeicheldrüse auf der Wangeninnenseite. Als allerletzte Massnahme kommt noch die operative Entfernung Speicheldrüse in Betracht. Bei schweren Entzündungen oder bei Verwachsungen um den Speichelstein herum kann eine Entfernung der kompletten Speicheldrüse notwendig sein. Dabei wird ein Hautschnitt im Drüsenbereich vorgenommen, und die Drüse freipräpariert und herausgenommen.

Ursachen von Speichelstein

Speichelsteine entstehen durch Salze im Speichel, die sich zu kristallinen Strukturen zusammenlagern.

Bei der Entstehung von Speichelstein spielen verschiedene Faktoren wie dickflüssiger Speichel eine Rolle. Speichel kann sich eindicken, wenn das Flüssigkeitsangebot des Körpers zu knapp bemessen ist und der Körper versucht, Flüssigkeiten zu sparen und möglichst wenig Wasser über den Speichel zu verlieren. Eine zu geringe Trinkmenge ist ein häufiges Problem in der Bevölkerung, und ist der Hauptfaktor bei der Entstehung von Speichelsteinen wie auch bei vielen anderen Krankheiten. Es gibt auch Erkrankungen, die mit einem besonders zähflüssigen Speichel einhergehen, wie die Mukoviszidose, die eine angeborene Stoffwechselerkrankung ist oder Mumps und andere Virusinfektionen, bei der alle Körpersekrete extrem dickflüssig sind. Zusammen mit dem dickflüssigen Speichel tritt oft ein zu geringer Speichelfluss auf, sodass Speichelstein entstehen kann. Auch einige Medikamente, wie Wassertabletten, Antidepressiva, Tabletten gegen Allergien oder Herztabletten können als Nebenwirkung den Speichelfluss reduzieren. Durch häufige Entzündungen einer Speicheldrüse kann diese mit der Zeit vernarben und produziert somit auch weniger Speichel. Werden Patienten im Kopfbereich bestrahlt, kann es durch den Reiz der Strahlen zu einer Entzündung einer Speicheldrüse kommen, womit weniger Speichel fliesst und das Risiko, einen Speichelstein zu bekommen, steigt. Beim Sjögren-Syndrom kommt es neben einer Tränendrüsenentzündung mit Austrocknen des Auges zu einer Speicheldrüsenentzündung mit Austrocknen des Mundes (Xerostomie). Fliesst weniger Speichel, werden die Drüsengänge wie auch der Ausführungsgang weniger durchspült womit kleine Speichelsteine im Anfangsstadium nicht ausgespült werden und somit wachsen können.

Speichelstein und Beschwerden

Speichelsteine entstehen dadurch, dass sich Salze im Speichel zu kristallinen Strukturen zusammenlagern, was mit Speichelfluss und Speichelbeschaffenheit in Zusammenhang steht. Wenn Speichelstein entsteht, besteht ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Bestandteilen des Speichels, das die Zahnsteinbildung begünstigt. Dieses Ungleichgewicht ist häufig bei Erkrankungen wie Hyperkalzämie, Diabetes mellitus oder Gicht. Diese Störungen machen sich nicht nur bei den Speichelsteinen bemerkbar, sondern vermehrt auch bei Gallensteinen und Nierensteinen. Wenn es zur Steinbildung in der Speicheldrüse gekommen ist, macht dieser erst Beschwerden, wenn er in den Ausführungsgang der Speicheldrüse wandert und diesen verstopft. Somit staut sich der Speichel hinter dem Speichelstein, so dass die Speicheldrüse anschwillt. Bakterien oder Viren, die aus dem Mundraum in die Speicheldrüse gelangen können, werden somit nicht mehr heraus gespült und können sich ungehindert vermehren, was die Speicheldrüsenentzündung auslöst. Dieser Vorgang kann durch mangelnde Mundhygiene oder Mundschleimhautentzündung verstärkt und beschleunigt werden.

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