Palpation

Als Palpation bezeichnet man beim Zahnarzt bzw. Zahnbehandlung die Untersuchung durch Betasten.

Palpation ist die Tastende Befunderhebung an Körpergeweben, z.B. das Palpieren von Verhärtungen und druckschmerzhaften Punkten in der Kaumuskulatur mit Fingern. Die Palpation beschränkt sich normalerweise auf den vom Patienten beschriebenen oder sichtbar veränderten Bezirk und dessen Umgebung. Eine Palpation ist eine Untersuchung durch Betasten sowie Fühlen und gehört zu den ärztlichen Basistechniken und bezeichnet die manuelle Untersuchung eines Patienten durch Ertasten von Körperstrukturen mit einem oder mehreren Fingern resp. Händen. Als Palpation (palpare = streicheln) bezeichnet man auch in der Zahnmedizin die Untersuchung der Mundhöhle durch Betasten. Die Palpation ist ein sehr altes Diagnoseverfahren und zählt wie die Inspektion, die Auskultation und die Perkussion zur Untersuchung in der Medizin. Die extraoralen Untersuchung wird in die Inspektion und Palpation unterteilt und beschränkt sich im Normalfall auf den Kopfbereich und Halsbereich. Die Inspektion sucht nach auffälligen, umschriebenen Farbveränderungen und Formveränderungen sowie Asymmetrien, wie Rötungen, Pigmentierungen, Schwellungen, Einziehungen oder Narbenbildungen. Wird die Palpation mit beiden Händen durchgeführt, wird von einer bimanuellen Palpation gesprochen.


Untersuchung vom Zahnarzt durch Betasten

Palpation bedeutet, Betastende (ärztliche) Untersuchung eines Körperteils.

Durch die Palpation werden Speicheldrüsen und deren Ausführungsgänge betastet und evt. Speichelsteine erkannt. Palpation bedeutet, ist etwas tastbar oder fühlbar z.B. ein Organ oder eine Geschwulst, ist es palpabel (fühlbar) unter der Haut fühlbar. Ein palpables Geschwulst oder ein palpabler Tumor kann man so Betasten. Palpiert werden z.B. Lymphknoten zum Erkennen von Entzündungen oder Tumoren. Die Palpation dient auch zur Feststellung der Beweglichkeit verletzter Zähne oder Zahnfragmente.

Die Palpation wird zur Untersuchung von Strukturen eingesetzt.

♦ Schmerzempfindlichkeit von z.B. Gewebe resp. Druckdolenz (schmerzhaft, schmerzlos)
♦ Grössenangabe (Dimension) von z.B. Tumor.
♦ Festigkeit wie weich oder hart bzw. Konsistenz (weich, hart)
♦ Nachgiebigkeit bzw. Elastizität (unnachgiebig, federnd, prall).
♦ Beweglichkeit bzw. Mobilität (verschieblich, unverschieblich)

Durch die Palpation lassen sich Aussagen über die Konsistenz (hart, derb, teigig oder weich) sowie die Schmerzhaftigkeit treffen. Bei nachgiebigen Schwellungen oder bei Abszessen, kann das Symptom der Fluktuation wahrnehmbar sein. Bei traumatischen Einwirkungen und Frakturverdacht muss besonders auf den Palpationsbefund des knöchernen Gesichtsskeletts Rücksicht genommen werden.

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