Milchzahngebiss

Das Milchzahngebiss besteht aus den „ersten Zähnen“ die normal ab dem 6. Lebensmonat durchbrechenden.

Die Zahnanlage für das Milchzahngebiss wird bereits im Mutterleib, beim 16 mm grossen Embryo gebildet. Im gesamten besteht das Gebiss aus den Zähnen (Dentes) und dem Zahnhalteapparat (Parodontium). Das Milchzahngebiss besteht im Normalfall aus 20 Zähnen und setzt sich auf jeweils vier Seiten (links, rechts, oben und unten) aus zwei Schneidezähnen, einem Eckzahn und zwei Milchmahlzähnen zusammen.

Milchzahngebiss als Milchgebiss

Das Milchzahngebiss wird vielfach als Milchgebiss bezeichnet, denn die Zähne im Milchzahngebiss haben eine sehr viel hellere Farbe als die bleibenden Zähne im Erwachsenengebiss.

Aus dieser Tatsache wird auch der Name "Milchgebiss" und „Milchzahn“ abgeleitet. Im Oberkiefer und im Unterkiefer finden sich also jeweils zwei Schneidezähne, zwei seitliche Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Mahlzähne. Milchzähne weisen eine wesentlich hellere Zahnfarbe aus als die bleibenden Zähne, weshalb sie auch Milchzähne genannt werden. Das Milchzahngebiss hat keine kleinen Backenzähne und keine Weisheitszähne. Das Baby beginnt ca. mit sechs Monaten an zu zahnen. Schneidezähne brechen normalerweise zwischen dem sechsten und achten Monat durch. Danach folgen die Eckzähne ab dem 12. bis zum 16. Monat. Die Milch-Mahlzähne hinter den Eckzähnen folgen zwischen dem 15. und 20. Lebensmonat. Die die hinteren Mahlzähne treten im Milchzahngebiss als letztes zwischen dem 20. und 40. Monat hervor. Über das Kauen und Beissen erfüllen die Milchzähne im Kleinkindalter wichtige Aufgaben, denn ohne ein vollständiges Milchzahngebiss ist eine optimale Sprachentwicklung nicht möglich. Wenn die vorderen Zähne im Oberkiefer fehlen, kann sich die Zunge zu weit nach vorne bewegen so dass Kinder lispeln. Diese Sprachfehler werden häufig stark eingeprägt, so dass sie auch dann bestehen bleiben, wenn die zweiten Zähne nachrücken. Die Milchzähne im Milchzahngebiss sind für die Entwicklung des Gebisses sehr wichtig, denn sie übernehmen eine wichtige Funktion für die nachfolgenden bleibenden Zähne. Die Milchzähne nehmen im Gebiss eine wichtige Platzhalterfunktion ein. Bei fehlenden Milchzähnen im Kiefer können angrenzende Zähne in die Lücke rutschen und später die bleibenden Zähne in ungewollte Bahnen lenken. Zwischen dem fünften und achten Lebensjahr stossen die zweiten Zähne, die in Folge zum bleibenden Gebiss werden, durch die Milchzahnreihe (Zahndurchbruch). Der Druck der auf die erste Generation der Zähne wirkt, lässt diese ausfallen. Wenn das erste Gebiss durch die bleibenden Zähne ersetzt wird, sollten Zahnlücken in frühester Kindheit vermieden werden, ansonsten es zu Zahnfehlstellungen kommen kann. Das Erwachsenengebiss besteht inklusive der Weisheitszähne aus 32 Zähnen.

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