Knochenverlust im Kieferbereich

Es gibt verschiedene Ursachen für Knochendefekte oder Kieferknochenabbau bzw. Knochenverlust im Kieferbereich.

Funktionelle Störungen durch vermehrter Druck beim Zähneknirschen und Zähnepressen können die Ursache von Knochenverlust im Kieferbereich sein, was vermehrt zu Zahnproblemen und Kieferproblemen führt. Zahnverlust führt unausweichlich zum Tragen einer Prothese als Zahnersatz mit den damit verbundenen Folgen wie Druckstellen oder schlechter Prothesenhalt, speziell bei schmalem Kieferkamm im Unterkiefer. Die Druckbelastung der Zahnprothese bewirkt einen beschleunigten Rückgang vom Kieferknochen und damit eine weitere Verschlechterung vom Prothesensitz, was eine Prothesenunverträglichkeit verursachen kann. Prothetische Faktoren wie Art und Sitz der Zahnprothese, Gesamtdauer bzw. tägliche Tragdauer der Prothese oder aber auch eine fehlende prothetische Versorgung können den Knochenverlust im Kieferbereich beeinflussen. Vielfach können auch chirurgische Faktoren wie lokalchirurgische Eingriffe oder eine Zahnextraktion die Ursache für Veränderungen im Kiefer sein. Entzündliche Parodontalerkrankungen oder Tumore können zu Knochendefekten und schlussendlich zu Knochenverlust führen. Tumore und Kieferzysten können aggressiv gegen den natürlichen Knochen wachsen und ihn durch Druck und Stoffwechselprozesse zerstören. Beim Knochenschwund unterscheidet man den Knochenverlust als Folge von mechanischen, entzündlichen, systemischen oder metabolische Ursachen.

Knochenverlust im Kieferknochen

Von Knochenverlust im Kiefer wird meist dann gesprochen, wenn die Knochensubstanz durch Zahnverlust verloren geht.

Der Knochenverlust tritt meist erst auf, wenn die Zähne ausfallen oder gezogen werden, da die Durchblutung nur in Körperteilen erfolgt, die auch gebraucht werden. Wenn Zähne fest im Kieferknochen verankert sind, werden die Kaukräfte in den Kieferknochen geleitet, so dass der Kieferbereich entsprechend belastet und wieder entlastet wird. Bei Schleimhautgetragenen Zahnprothesen wird dem Körper signalisiert, dass der Kieferknochen nicht gebraucht wird, was längerfristig zum Knochenverlust führt. Wenn eine Prothese nur auf dem Zahnfleisch aufliegt, werden die Kaukräfte nur auf die breite Mundschleimhaut übertragen, so dass der Knochen nicht belastet wird. Heute werden bei Zahnverlust darum nach Möglichkeit keine herausnehmbaren Vollprothesen eingesetzt sondern "Implantatprothesen" und Zahnbrücken (Implantatgetragene Brücke) auf normalen Zahnimplantaten, denn durch Implantate lässt sich der Knochenverlust verhindern. Ein Implantat wird mit einer künstlichen Zahnwurzel fest mit dem Kieferknochen verbunden, so dass die Kaukräfte auf den Knochen selbst übertragen werden können, womit der Knochenverlust als Gewebsschwund unterbunden werden kann. Wenn Implantate mit dem Kieferknochen fest verbunden sind, wird beim Kauen genügend Druck auf den Kieferknochen ausgeübt, so dass dem Körper signalisiert wird, dass Kiefer gebraucht wird. Bei Knochenverlust durch mechanische Ursachen spielen die Druckatrophie, schlecht sitzenden Zahnprothese, fehlende prothetische Versorgung bei Zahnverlust, funktionelle Fehlbelastungen der Zähne oder Zahnimplantate mit dem Zahnersatz (Implantatprothese) sowie Zahnextraktionen wie auch lokalchirurgische Eingriffe im Kieferbereich die Hauptrolle. Druckatrophie ist der Schwund von Zellen und Interzellularsubstanz durch anhaltenden Druck im Inneren von Organen (Stauungsleber) oder von aussen wie der Knochenschwund durch den Druck eines wachsenden Tumors. Bei Druckatrophie kann ein lokalisierter Knochenabbau sowohl der Kompakta als auch der spongiösen Knochen, zum Teil mit vollständigem Verschwinden der Knochenstrukturen auftreten.

Gründe für Knochenverlust im Kieferbereich

Gründe für den Knochenverlust im Kieferbereich sind meist der Zahnverlust, eine Zahnfleischentzündung oder eine Zahnnerv-Entzündung.

Bei den entzündlichen Ursachen sind die Parodontitis als Folge einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die Periimplantitis (Entzündung am Implantat) und lokal entzündliche Prozesse im Kieferknochen (Osteomyelitis) die Verursacher. Im steigenden Lebensalter sind viele Leute vom Kieferknochenschwund (Osteoporose) betroffen. Bei Zahnverlust baut der Körper den nicht mehr belasteten Kieferknochen ab, so dass für Zahnimplantate meist ein Kieferknochenaufbau erforderlich ist. Um normale Zahnimplantate im Kieferknochen einsetzen zu können, ist eine gewisse Knochenmasse erforderlich, so dass vielfach ein Knochenaufbau notwendig ist, wenn zu wenig Knochensubstanz vorhanden ist. Durchmesser-reduzierten Mini-Implantate zur Fixation von Totalprothesen können den Knochenschwund meist nicht verhindern, wie das mit dem All-On-4 System auch kaum möglich ist. Durch Zahnimplantate als Nachbildung der natürlichen Zahnwurzel bewirkt man mit dem Zahnersatz eine natürliche Druckbelastung auf den Kieferknochen, damit dieser besser durchblutet wird und ein Knochenschwund bei Kiefer meist verhindert werden kann. Durch normale Schraubenimplantate mit Implantatkrone erreicht bei der Zahnsanierung den besten Kaukomfort, da Implantate mit einer normalen Implantatlänge eine Nachahmung der natürlichen Zähne mit der Zahnwurzel sind.

Vorgehen bei Zahnreisen, Zahnbehandlung Ungarn

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