Implantatverlust, Implantatlockerung, Kieferknochen

Wenn ein Zahnimplantat nicht einheilt oder aus einem anderen Grund wie einer Entzündung später entfernt werden muss, ist das ein enttäuschender, wenn auch seltener Verlauf einer Zahnimplantation.

Ein wesentlicher körperlicher Schaden ergibt sich beim Implantatverlust nicht, da der entstandene Knochendefekt durch Knochenneubildung wieder verschlossen wird. Eine erneute Zahnimplantation ist, wenn gewünscht möglich. Bei Implantatverlust sind durch Kieferknochenschwund und Narbenbildung die Voraussetzungen für einen Zahnersatz schlechter als vor dem Setzen der Implantate. Frühe Komplikationen mit Implantaten und Implantatverluste entstehen meist kurz nach der Zahnimplantation während der Einheilzeit der Zahnimplantate, was meist auf ein Ausbleiben der Osseointegration zurückzuführen ist, denn Osseointegration bedeutet eine reizlose Einheilung vom Zahnimplantat in den Kieferknochen. In seltenen Fällen kann der Implantatverlust aber auch erst nach Jahren durch eine Periimplantitis eintreten, wenn Bakterien aus der Mundhöhle am Implantatpfosten entlang in die Tiefe wandern und eine Zahnfleischerkrankungen auslösen. Als Periimplantits wird eine Zahnfleischentzündung um das Zahnimplantat bezeichnet, analog zur Parodontitis, die eine Entzündung vom Zahnbett beschreibt.

Implantatverlust

Die meisten Implantate gehen in der mehrmonatigen Einheilphase verloren.

Spätere Lockerungen der Implantate bzw. Dentalimplantate nach der Einheilphase (Einheilzeit) sind eher selten. Die häufigste Ursache für Implantatverlust sind übermässige Belastungen wie durch eine fehlerhaft ausgerichtete Zahnprothese oder schlechte Mundhygiene. Das Zahnfleisch entzündet sich, wird dick, blutet und manchmal bildet sich Eiter. Derartige Verläufe bedeuten nicht, dass der betroffene Patient auf eine implantologische Versorgung verzichten muss. Ein Kieferknochen kann sich nach einer Explantation erholen. Nach 4 bis 6 Monate ist der Knochendefekt so weit hergestellt, dass eine neue Implantation möglich ist.

Frühkomplikationen

Zu den Frühkomplikationen zählen die Risiken eines jeden operativen Eingriffs:

Wundheilungsstörung (möglicher Implantatverlust)
Wundinfektion (möglicher Implantatverlust)
Schwellungen
Postoperative Blutungen und Blutergussbildung

Die Entzündung (Infektion) an einem Implantat kann Implantatlockerung und den Implantatverlust zur Folge haben. Er ist unter normalen Voraussetzungen aber selten und kann meist nicht effektiv behandelt werden. Ist ein Zahnimplantat noch nach mehreren Wochen nicht fest im Knochen verankert, muss es explantiert werden. Oft zeigt sich, dass das Implantat nicht im Knochen sondern nur im Bindegewebe verankert ist. Länger anhaltende Schmerzen nach einer Implantation können auf eine Entzündung im umgebenen Kieferknochen hinweisen. Unter Umständen stösst der Kieferknochen das Implantat wie ein Fremdkörper nach der Implantologie ab. Spätkomplikationen bei Implantaten sind aber eher selten und meistens auf chronische Infekte zurückzuführen. Dabei wird der Knochen vom Kiefer um das Implantat abgebaut, so dass man von einer Periimplantitis spricht. Optimale Mundhygiene kann Periimplantitis verhindern. Sind die Zahnimplantate im Knochen des Kiefers eingewachsen, umgibt sie ein fester Ring aus Zahnfleisch. Ein intakter Zahnfleischring schützt das Implantat vor Infektionen. Bei Plaque, Zahnstein und bakteriellen Belägen kommt es zu einer Entzündung vom Zahnfleisch mit dem Risiko einer Bakterienverschleppung in die Tiefe, und zwar dem Schraubenimplantat entlang zum Kieferknochen, der das Implantat hält. "Periimplantitis" Deshalb kann jeder Implantatträger sehr viel für den Langzeiterhalt seiner Implantate durch die Implantatpflege selbst übernehmen, um sein Implantat zu schützen. Die optimierte Zahnpflege hat zum Ziel, die Zahnbeläge und damit die Kariesbakterien rund um Implantate und Zähne zu eliminieren. So bleibt das Zahnfleisch entzündungsfrei und widerstandsfähig. Gelingt es, den Zahnfleischring um das Implantat gesund zu erhalten, ist die Haltbarkeit von richtig belasteten Implantaten nicht eingeschränkt. Entzündet sich das Zahnfleisch und dringt die Infektion der Zahnfleischentzündung in die Tiefe, dann sind die Implantate gefährdet.

Implantatverlust durch Fehlbelastungen

Fehlbelastungen der Zähne können zu einem Implantatverlust führen.

Schwere Fehlbelastungen können bei einem Zahnimplantat zu einem Implantatbruch oder der Suprakonstruktion führen. Das Implantat muss in solchen Fällen explantiert werden. Dies bedeutet, dass der Arzt einen Teil des umliegenden Kieferkochens mit entfernt. Bleiben nach einem Bruch der Suprakonstrukion die Implantate fest, kann die Ursache an einer Fehlkonstruktion der Prothese liegen oder einer krankhaften Kieferfehlstellung. Nächtliches Zähneknirschen gefährdet die neuen Zähne.

Nervenschädigung durch Implantat

Ist ein Implantat zu lang, kann es im seitlichen Unterkiefer dazu  führen, das der Nerv gequetscht oder sogar durchtrennt sein kann.

Das Implantat sollte, wenn der Nerv gequetscht oder durchtrennt ist, dann sofort entfernt werden, doch Implantatentfernung bedeutet Explantation. Ist ein Nerv nur gequetscht, kann sich das Taubheitsgefühl mit der Zeit wieder geben. Deshalb ist es wichtig, dass der Zahnpatient nur erfahrene Implantologen aufsucht. Werden Patienten mit Bisphosphonaten bzw. Medikamente gegen Knochenabbau behandelt, können in seltenen Fällen Nekrosen des Kieferknochens auftreten.

Implantatlockerung

Durch Krafteinwirkung auf ein Implantat (Implantatbelastung) kann es zur Implantatlockerung kommen.

Durch eine für den Patienten unbemerkte, mit der Zeit eintretende Änderung, wie die Passungenauigkeiten der Prothese nach altersphysiologischen Abbauerscheinungen oder bei kaufunktionell ungünstigen prothetischen Suprastrukturen entstehen infolge eines atypischen bis extremen Kaudruckes Fehlbelastung und Überbelastungen der Implantate. Diese führen häufig über eine Periimplantitis zur Implantatlockerung und letztlich zu seinem Verlust, weshalb grundsätzlich eine regelmässige Kontrolle der Implantate notwendig ist. Bei unphysiologischen Überbelastungen treten Abbauerscheinungen ein. Implantatlockerung durch Abbau in der Umgebung des Implantates bilden sich horizontale, vertikale und zirkuläre Knochentaschen, meist infolge mangelhafter hygienischer Reinigung durch den Patienten, aber auch durch Fehlbelastung und Überbelastungen der Suprakonstruktion beim Kauvorgang, selten auch durch technische Konstruktionsfehler. Durch Abbau in der Umgebung des Implantates bilden sich horizontale, vertikale und zirkuläre Suprakonstruktion, funktionelle Überbelastung einzelner Implantatpfeiler mit resultierender Implantatlockerung.

Zahnsanierung in Dämmerschlaf-Narkose

 Die Schlafnarkose beim Zahnarzt während der Zahnbehandlung ist bei Zahnarztangst die beste Variante. Unter einer Zahnsanierung versteht man beim Zahnarzt eine Zahnrestaurierung durch Zahnfüllungen, Wurzelbehandlungen oder das Verblenden der Zähne mit Veneers. Unter einer Komplettsanierung versteht man meist eine Zahnbehandlung, bei der die Hälfte der Zähne sanierungsbedürftig sind oder durch Zahnersatz ersetzt werden müssen, was vielach bei Zahnarztangst der Fall ist, wo eine Gebisssanierung notwendig wird, den durch die Sanierung der Zähne wird die Lebensqualität erhöht. Weitere Informationen über die Behandlung bei ZahnarztangstAngstbewältigung bei Phobie, Methoden bei Zahnarztphobie und Schlafnarkose beim Zahnarzt erhalten Sie bei OPTI-DENT unter Fachberatung Zahnarztangst und Fachberatung Zahnmedizin.