Implantologie beim Zahnarzt, eine Zahnimplantation

Mit der Implantologie beschäftigt sich der Implantologe, der Zahnimplantate setzt, was im Volksmund als Zahnimplantation bezeichnet wird.

Unter der Implantologie versteht man einen Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmässig mit zahnärztlichen Implantaten, den Zahnimplantaten beschäftigt. Für Zahnärzte oder auf Kieferchirurgie spezialisierte Ärzte, Kieferchirurgen, die sich vorwiegend mit Implantologie befassen, ist die inoffizielle Bezeichnung Implantologe gebräuchlich. Man kann Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln bezeichnen, wenn sie anstelle fehlender Zähne in den Kieferknochen eingepflanzt werden. Implantation ist das Einpflanzen von körperfremdem Material als Ersatz von Organen oder zur Verstärkung von Geweben mittels kleiner Operation. Unter Implantologie versteht man die Lehre vom Einpflanzen körperfremder Materialien zum Ersatz verloren gegangener Organfunktionen mit dem Ziel der gewebeverträglichen Einheilung (Einheilzeit Zahnimplantat). Die Implantologie beschäftigt sich also mit dem Ersatz verlorener natürlicher Zahnwurzeln und ersetzt diese durch eine künstliche Implantat-Wurzel. Zur Implantologie gehört auch der Ersatz von (verlorenem) Kieferknochen dazu. Implantate sind künstliche Wurzeln aus Titan oder Keramik (Zirkon). Wo heute ein Zahn verloren geht oder bereits fehlt, kann eine Zahnimplantat mit Implantatkrone gesetzt werden.

Implantate als Zahnwurzelersatz

Implantate sind in der Zahnmedizin künstliche Zahnwurzeln, die in den Oberkiefer oder Unterkiefer als Zahnwurzelersatz eingesetzt werden.

Die Zahnimplantation erfolgt meist ambulant unter örtlicher Betäubung mit oder auch ohne Dämmerschlaf (Sedierung) bzw. Schlafnarkose beim Zahnarzt und bei umfangreicheren Eingriffen in Vollnarkose. Während der Einheilungsphase vom Zahnimplantat, welche in der Regel drei bis neun Monate dauert, verankert das Knochengewebe beim Einheilen das Implantat fest im Kiefer. Nach der Einheilungsphase können auf Zahnimplantaten als stabile Basis, künstliche Zahnkronen, Zahnbrücken oder Zahnprothesen (Implantatprothese) befestigt werden. Für die Zwischenzeit erhält man während der Einheilzeit von Implantat-Sschrauben beim Zahnarzt meist eine Übergangsprothese oder Immediatprothese als provisorischer Zahnersatz.

Implantate einsetzen

Bei der Implantologie werden Titanimplantate oder Keramikimplantate (Zirkonimplantate) verwendet.

Zahnimplantate bestehen heute in der Regel aus dem körperverträglichen hoch reinen Metall Titan oder Zirkonium-Keramik (Zirkoniumdioxid). In den meisten Fällen haben Implantate die Form einer Schraube und werden als Schraubenimplantat oder Implantatschraube bezeichnet. Für den Einsatz von Implantaten muss ein bestimmtes Volumen am Kieferknochen vorhanden sein, der stabil ist. Auch bei geringer Knochensubstanz gibt es Möglichkeiten, den Knochen so aufzubauen, dass er für den Einsatz von Implantaten geeignet ist, was als Kieferknochenaufbau oder Knochenregeneration bezeichnet wird, denn der Kieferknochen wächst nach. Die Implantologie und die Werkstoffe haben sich soweit verbessert, dass Abstossungsreaktionen weitgehend vermieden werden können. Durch die verbesserten Implantate wird die Einheilungsphase bzw. Einheilzeit nach der Implantologie erheblich verkürzt. Zahnimplantate können nach der Implantatplanung in fast jedem Alter eingesetzt werden. Entscheidend für das Setzen von Zahnimplantaten ist nicht die Altersgrenze, sondern das biologische Alter bei der Implantologie. Bei Kindern und Jugendlichen muss die Wachstumsphase vom Kiefer allerdings abgeschlossen sein.

Chirurgischer Eingriff bei der Implantologie

Beim chirurgischen Eingriff öffnet der Zahnarzt ambulant unter lokaler Betäubung das Zahnfleisch und präpariert den Kieferknochen (Implantatbett) mit Spezialbohrern. Im Knochen wird ein 3 bis 6 mm weites und 10 bis 15 mm tiefes Loch gebohrt und das Zahnimplantat eingesetzt und im Anschluss wird die Schleimhaut über dem Implantat vernäht. Der Eingriff dauert je nach Implantatsystem und Anzahl der Implantate dank der Lokalanästhesie nur kurz und ist in der Regel schmerzlos. Die Beschwerden nach der Operation sind meist gering und werden mit Schmerztabletten gelindert. Je nach Operationsmethode und Operationsdauer kann die Gabe von Antibiotika angezeigt sein.

Gute Lebensqualität dank Implantologie 

Implantatgetragener Zahnersatz erfüllt hohe ästhetische Ansprüche.

Implantatgetragener Zahnersatz wie "Implantatgetragene Brücke" und "Implantatprothese" erfüllt hohe ästhetische Ansprüche und trägt wesentlich zur Erhaltung der Lebensqualität bei. Bei sorgfältiger Mundpflege, Implantatpflege und regelmässigen Kontrollen durch den Zahnarzt hat man eine sehr hohe Erfolgsprognose über lange Zeiträume hinaus, wenn die Einheilzeit der Implantate im Kieferknochen überstanden ist. Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz haben gegenüber Zahnprothesen grosse Vorteile, da sie ähnlich wie die natürlichen Zähne im Gebiss mit dem Kieferknochen fest verbunden sind. Damit werden durch Kauen einwirkende Kräfte über Zahnimplantate wie über die natürlichen Zahnwurzeln in den Knochen eingeleitet, womit der Kieferknochen besser durchblutet wird. Wenn diese stimulierenden Reize fehlen, bildet sich der Kieferknochen zurück. Zahnimplantate können damit den Kieferknochenschwund weitgehend verhindern. Zudem müssen beim Zahnersatz, der auf Implantaten befestigt ist, keine Nachbarzähne als Brückenpfeiler für die Zahnbrücke beschliffen werden, womit wertvolle Zahnsubstanz erhalten bleibt.

Voraussetzung für eine Implantation

Voraussetzung für eine Implantation ist eine gute und gewissenhafte Zahnpflege inkl. Mundhygiene, im Besonderen während der Einheilungsphase. Man muss das Implantat pflegen, denn wie an natürlichen Zähnen können sich auch am Implantat bakterielle Plaque und Zahnstein bilden. Vor der Implantation muss das Restzahngebiss mit dem Parodontium gesund sein resp. es muss vor der "Implantologie" eine Zahnsanierung erfolgen. Eine regelmässig halbjährliche Kontrolle beim Zahnarzt mit einer professionellen Zahnreinigung und Implantatreinigung ist für Implantatträger empfehlenswert, im Besonderen Zahnpatienten mit Diabetes oder Raucher, die eine besonders gründliche Zahnpflege und Mundpflege benötigen.

Zahnarzt-Kosten und Zahnersatz-Kosten

In der Schweiz, Deutschland und Österreich gibt es bei Zahnbehandlungskosten und Zahnersatzkosten grosse Unterschiede, sodass man eine zweite Zahnarztmeinung einholen sollte, wenn die Preise im Heil- und Kostenplan als zu hoch erscheinen. Ein Zahnarzt-Preisvergleich kann sinnvoll sein, sofern der Zahnersatz mit gleichem Dentalmaterial verglichen werden kann. Die Zahnarzt-Kosten sind das eine und das Vertrauen zum Zahnarzt der den Zahnersatz empfiehlt das andere, so bei einer Zahnprothese als preisgünstiger Zahnersatz, der zu einer Prothesenunverträglichkeit und zur Ablehnung von Zahnersatz führen kann. Weitere Informationen erhalten Sie bei OPTI-DENT unter Fachberatung Zahnmedizin.