Implantatschulter vom Zahnimplantat

Je nach Implantatsystem und Implantatdesign können unter dem Begriff "Implantatschulter" unterschiedliche Teile vom Implantat gemeint sein, so auch bei Mini-Implantaten als einteilige Implantatformen zur Fixation von Vollprothesen.

Die Implantatschulter ist ein Teil vom Zahnimplantat, wo zum Schutz der Implantatschulter die Einheilkappe nach der Abformung wieder auf die Implantate geschraubt wird. Eine Einheilkappe vom Implantat wird normal wie der Gingivaformer (Zahnfleischformer) so weit eingedreht, bis die Implantatschulter leicht berührt wird. Der Implantatenabstand zwischen benachbarten natürlichen Zahnwurzel und der Implantatschulter vom Zahnimplantat sollte min. 1,5 mm auf Knochenniveau betragen und zwischen zwei Zahnimplantaten sollte der Mindestabstand auf Knochenniveau 3 mm betragen. Die Implantatschulter sollte bei einem Locator als Druckknopfanker nicht vom Zahnfleisch bedeckt sein, da der Lokator für die Zahnprothese auf einem Zahnimplantat ein Druckknopf-System darstellt. Als Halteelement verdrängen Locatoren als Verbindungselement zur Fixierung von herausnehmbarem Zahnersatz auf Implantaten die Kugelkopfanker zunehmend. Im Allgemeinen beschreibt die Implantatschulter den in Relation zum übrigen Implantatdurchmesser ausladende Anfangsteil vom Implantatkörper im Bereich vom Kompaktadurchtritt. Die Implantatschulter kann tief liegen wenn eng anliegendes Zahnfleisch vorhanden ist, was auf dem Röntgenbild bei stabilem Knochenrand rund um die Implantatschulter zeigen kann. An der Implantat-Durchtrittsstelle durch die Kompakta ist der Kieferknochen vor allem bei horizontalen Kräften starken Belastungen ausgesetzt, die zu einem kompensatorischen trichterförmigen Kieferknochenabbau führen können, was waagerechte oder schräge Schultern verstärken können. Beim Sinuslift als Kieferknochenaufbau im Seitenzahnbereich vom Oberkiefer ist es wichtig, das die Ästhetik berücksichtigt wird und die Implantatschulter bei geringem Restknochen nicht freiliegt.

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