Gingiva, gesundes Zahnfleisch, Zahnmedizin

Gingiva ist der lateinische Begriff für das Zahnfleisch.

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch dienen der Bioästhetik und Gesichtsästhetik, denn ein schönes Lächeln mit schönen Zähnen wird durch die Zahn-Ästhetik und Zahnfleisch-Ästhetik bestimmt. Gesundes Zahnfleisch umschliesst den Zahn fest mit einem leichten Wellenprofil und weist eine hellrosa Farbe auf. Ein gesundes Zahnfleisch gibt den Zähnen einen festen Halt, schützt empfindliche Zahnhälse und spielt bei der Gesichtsästhetik eine wichtige Rolle. Voraussetzung für ein gesundes Zahnfleisch ist eine gute Mundpflege und Zahnfleischpflege. Das Zahnfleisch (lat. Gingiva) ist der epitheliale Bestandteil vom Zahnhalteapparat, denn es besteht aus einem mehrschichtigen Plattenepithel, das nur wenige Hornschichten aufweist, denn Zahnhalteapparat und Zahnfleisch schützen die Zähne wie auch den Kieferknochen. Das Epithel ist eine biologisch-medizinische Sammelbezeichnung für Deckgewebe und DrüsengewebeKiefer und Zahnhalteapparat bilden zusammen mit dem Zahnfleisch eine Einheit zur Verankerung der Zähne im Kieferknochen. Da eine Unterhaut (Subkutis) fehlt, ist das Zahnfleisch nicht verschiebbar und kann nicht nachgebildet werden. Die Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch heisst Sulcus gingivae („Zahnfleischfurche“). Bei gesunden parodontalen Verhältnissen beträgt die Sondierungstiefe beim Menschen ungefähr 2 mm. Eine Zahnfleischentzündung wird auch als Gingivitis bezeichnet und beginnt vielfach mit Zahnfleischbluten und anschliessendem Zahnfleischrückgang. Wenn das Zahnfleischbluten nicht erkennbar ist, kann dies daran liegen, das es eine wenig akuten Phase ist, die einen chronischen Verlauf nehmen kann. Von einer Parodontose spricht der Zahnarzt nur, wenn es sich um eine degenerative Veränderung vom Zahnfleisch und dem zahntragenden Kieferknochen handelt und keine Entzündung vorhanden ist, denn bei der Parodontose geht es primär um den Zahnbettschwund und nicht um eine Zahnbettentzündung, wo es sich um eine Parodontitis handelt. Parodontose ist ein Sammelbegriff für alle Erkrankungen vom Zahnbett und wird im Volksmund für entzündliche und nicht entzündliche Zahnfleischerkrankungen benutzt. Unter Zahnfleischrückgang wird die Zahnfleischrückbildung bzw. der Zahnfleischschwund oder die Zahnfleischrezession (Gingiva-Rezession) verstanden, die durch dünnes, empfindliches Zahnfleisch begünstigt ist, das bei der Zahnpflege durch die „Horizontale Schrubbmethode“ und einer zu harten Zahnbürste verursacht und verstärkt werden kann. Im Gegensatz zu Parodontitis ist der Zahnfleischschwund bei der Rezession nicht entzündungsbedingt, wo es zu freiliegenden Zahnhälsen und schmerzenden Zahnhälsen kommt.

 

Zahnbehandlung bei Zahnarztangst

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