Erschwerter Zahndurchbruch Dentitio difficilis

Ein Erschwerter Zahndurchbruch ist meistens der Grund für eine operativen Zahnentfernung "Extraktion" die vielfach die unteren Weisheitszähne betrifft.

Ein Erschwerter Zahndurchbruch (lat. Dentitio difficilis) kann auf Grund von Platzmangel von einem zu kleinen Kiefer, im Besonderen bei den Milchzähnen und Weisheitszähnen vorkommen. Enge Platzverhältnisse führen dazu, dass der Weisheitszahn zu wenig Platz vorfindet um korrekt durchzubrechen. Der Zahn bricht dann entweder gar nicht (retiniert), oder nur teilweise (teilretiniert) durch, sodass der Zahnarzt von einem retinierten Weisheitszahn spricht. Die nicht vollständig durchgebrochenen Zähne sind im Normalfall mit einer Schleimhautkapuze bedeckt, wo sich Bakterien oder Fremdkörper einlagern können, sodass es zu einer Entzündung der Mundschleimhaut (Zahnfleisch) kommt. Diese Entzündung führt dann zum akuten Schmerzen, da die Entzündung vielfach in die benachbarte Kaumuskulatur ausstrahlt und zugleich vielfach auch die Mundöffnung behindert, was bedeutet, dass der Mund nicht mehr so weit aufgeht wie normal. Ein Erschwerter Zahndurchbruch kann zu erhebliche Schmerzen mit starker Entzündung Kieferklemme und Fieber führen. Die Dentitio difficilis tritt im bleibenden Gebiss fast ausschliesslich beim Durchbruch von Weisheitszähnen auf, vorwiegend im Unterkiefer. Ein Nichtbehandeln einer Dentitio difficilis kann in einen lokalen Abszess (Eiteransammlung bzw. Eitergeschwulst) übergeht. Der Zahnarzt spricht man von einem retinierten Zahn, wenn der Zahn über ca. 18 Monate nach dem normalen Durchbruchszeitpunkt noch ganz oder teilweise im Kiefer steckt, was bei den Weisheitszähnen keine Seltenheit ist und diese darum vielfach auch als Stockzähne bezeichnet werden. Wenn die Zähne im Kieferknochen zu wenig Platz finden und ein Zahn in die falsche Richtung durchbricht (Zahnachse) oder der Zahn am falschen Platz steht, wird in der Zahnmedizin von einem verlgerten Zahn gesprochen. Retinierte und verlagerte Zähne müssen meist entfernt werden, so die meisten Distomolaren oder wenn Weisheitszahn-Probleme entstehen, was eine Weisheitszahnentfernung notwendig macht.

Erschwerter Zahndurchbruch äussert sich durch:

Schluckbeschwerden beim Schlucken
Lokale Schleimhautentzündung (Mundgeruch / Mundfäule)
Kieferklemme als Folge der Schwellung
Reduzierter Allgemeinzustand
Präeruptiv = vor dem Zahndurchbruch (Dentition).

Therapie bei Erschwertem Zahndurchbruch:

Extraktion vom Zahn
Durch die Entfernung vom Zahn (Extraktion) wird die Schmutznische beseitigt, denn in der Folge kann die Zahnfleischentzündung rasch abklingen, da kein weiterer bakterieller Nachschub folgt.

Reinigung der ZahnfleischtascheZahnfleischkapuze, Zahnfleischschmutznische
Wenn der Zahn nicht oder erst später extrahiert wird bzw. eine Zahnextraktion erfolgt, sollte in jedem Fall die betroffene Region gereinigt werden. Eine Kürettage (Auskratzung) mit einer anschliessenden lokalen Antibiotika "Applikation" (Verabreichung). Gegebenenfalls kann ein Medikament (Salbe) in die Zahnfleischtasche eingebracht werden. 

Antibiotische Therapie
Bei sehr starker Ausbreitung der Entzündung kann der Einsatz von einem geiegneten Antibiotikum angezeigt sein. Ein Einschneiden (Inzision) unter Lokalanästhesie (Spritze). Die Wunde wird anschliessend beim Zahnarzt mit einerr Antibiotika getränkten Gaze versorgt.

Symptome der erschwerten Zahnung (Dentitio difficile).

Der Durchbruch der Milchzähne bzw. erste Dentition oder umgangssprachlich Zahnen ist häufig mit einer schmerzhaften Entzündung der Schleimhaut und erhöhtem Speichelfluss verbunden.

Der ersten Zahndurchbruch kann in einigen Fällen auch mit Allgemeinstörungen wie Fieber, Krämpfe, Bronchitis oder Magen-Darm-Störungen belastet sein. In der Zeit vom Zahndurchbruch (Zahnung), wenn die ersten Zähne beim Kind kommen (Milchgebiss Zahndurchbruch) sind häufig körperliche wie psychische Beeinträchtigungen möglich. An der Zahnleiste zeigen sich Entzündungsvorgänge, wie Rötungen, Schwellung und Schmerzempfindlichkeit und häufig ist auch eine äussere Wangenrötung festzustellen. Die Region um den Mund herum neigen zum Wundsein. Die Kinder sind in einer aktiven Zahnungsphase vielfach unausgeglichen, reizbar und leiden unter Störungen ihrer Schlafgewohnheiten. Fieberhafte Zustände mit mässig hohen Temperaturen und der Ausbruch einfacher Erkältungskrankheiten sind in der Zahnungszeit vielfach möglich. Der Zahndurchbruch erscheint eher als ein ganzheitliches Geschehen, der das Immunsystem, die Schleimhäute, das Nervensystem und die Psyche vom Kinde mit einbezieht, bis die Kinderzähne das Licht erreicht haben.

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