Entzündung -itis Zahnentzündung

Die Entzündung aktiviert und verstärktem die unspezifische und die spezifische Immunabwehrreaktion der Leukozyten.

Zerstörte Zellen sind der Auslöser für eine Entzündungsreaktion (-itis=Entzündung) die für die Aktivierung der körpereigenen Abwehr Massgebend sind. Bei beschädigt bzw. zerstörtem Gewebe entsteht eine Wunde, wodurch eine Reaktionskette der Entzündung entsteht wie bei der "Zahnentzündung" bzw. Zahnnerventzündung, das eine Infektionskrankheit ist. Durch die Gefässveränderungen bei einer Wunde kommt es im betroffenen Gebiet zu einer gesteigerten Durchblutung und dadurch zu einer Rötung und Erwärmung der Haut. Mit dem Blut kommen vermehrt Zellen der Immunabwehr in den Bereich der Wunde, was die Schwellung im Wundbereich ansteigen lässt, was ein Zeichen des Wundödems ist, bei dem es zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe kommt. Das Ödem ist eine Schwellung des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefässsystem. Durch den gesteigerten Druck auf die Nervenenden steigt der Schmerz im entzündeten Gebiet, sodass es zu einer Schonhaltung kommt. Am Ende dieser "Reaktionskette" steht die Funktionsstörung des verletzten Organs, die aus der Schonhaltung und den organischen Störungen resultiert.

Symptome der Entzündung

Bei der Entzündungen bei Gewebeschädigung durch bakterielle, chemische oder thermische Reize entstehen 5 typische Symptome.
Rubor = Rötung
Tumor = Schwellung
Dolor = Schmerz
Calor = Hitze
Funktio laesa = gestörte Funktion
Eine Entzündung ist die vom aktiven Bindegewebe und den Blutgefässen getragene Abwehrreaktion des Organismus auf einen äusseren oder innerlich ausgelösten Entzündungsreiz mit Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerzen, Funktionsstörung. Die Merkmale sind auch unabhängig von einer Infektion, bei der Fremdkörper in eine Wunde eindringen anzutreffen. Nicht offene Wunden wie z.B. Prellungen weisen auch Entzündungsmerkmale auf.

Entzündung –itis

Das Geschehen wird mit der Endung »-itis« wie Angiitis, Arthritis, Gingivitis, Dermatitis, Glossitis, Pulpitis, Paradontitis (Parodontose), etc. gekennzeichnet.

Die Endung -itis (Griech.) bezeichnet eine Entzünung resp. meist eine entzündliche Krankheit: Entzündungssymptome, Entzündliche Zahnfleischerkrankung, Entzündliche Parodontalerkrankungen, Entzündliche Zahnerkrankungen oder Entzündungen aller Art. Die Entzündung ist verbunden mit Gefässerweiterung durch Austritt eiweissreicher Flüssigkeit aus den Gefässwänden. Der Vorgang wird ergänzt durch Einwanderung neutrophiler Granulozyten und Monozyten durch die Gefässwände. Auch wandern Lymphozyten-Effektorzellen ein, die zur Bildung spezifischer Antikörper gegen den Entzündungsreiz führen (Immunreaktion). In der Folge kann eine Schädigung wie Dystrophie und Koagulationsnekrose des zugeordneten Organparenchyms eintreten. Der Gesamtorganismus reagiert mit Fieber, Leukozytose u. beschleunigter Blutkörperchensenkungsreaktion.

Reaktion von der Entzündung

Auslösend wirken mechanische Reize wie Fremdkörper, Druck, Verletzung und andere physikalische Faktoren wie ionisierende Strahlen, UV-Licht, Wärme, Kälte oder chemische Stoffe wie Laugen, Säuren, Schwermetalle, bakterielle Toxine, Allergene und Immunkomplexe sowie Erreger wie Mikroorganismen, Würmer, Insekten.

 Akute plötzlich einsetzende, heftige Form, gekennzeichnet durch die Gefässerweiterung und den Austritt von Flüssigkeit (Exsudation) und Granulozyten.
 Chronische symptomarmer Prozess, primär einsetzend oder aus einer akuten Entzündung hervorgehend: Lymphozyten herrschen vor, auch Makrophagen und Plasmazellen sind vorhanden. Es wird Granulationsgewebe gebildet, später Fasern als Vorgang der Proliferation.
 Eitrige mit massiver Beteiligung von Leukozyten, die, unter gleichzeitigem Zerfall und Freisetzung lytischer Fermente, zur Einschmelzung (Kolliquationsnekrose) und zu Bildung von Eiter führen. Meist durch Eitererreger, aber auch durch Fremdkörper hervorgerufen.
 Exsudative durch Austritt von Flüssigkeit und oder auch von Blutzellen geprägte.
 Fibrinöse mit starkem Austritt von Blutplasma, wobei Fibrinogen zu Fibrin gerinnt und zur Bildung eines ablösbaren Belags führt.
 Gangränöse hochgradige Entzündung mit fauliger, geruchsintensiver Zersetzung der Gewebe, hervorgerufen meist durch Anaerobier.
 Parodontal-endodontale die über das Foramen apicale oder Seitenkanäle der Pulpa vom parodontalen auf den endodontalen Bereich übergreift.
 Periimplantäre um ein Implantat herum entstandene Entzündung, z.B. der Schleimhaut oder des periimplantären Knochens (Resorption); auch periimplantäre regenerative Knochenverdichtung.

Entzündung als Abwehrprozess

Die Entzündung im Wundgebiet sorgt für die Bildung von vermehrtem Austritt (Exsudat) von Flüssigkeit und Zellen aus den Blutgefässen und Lymphgefässen.

Wundexsudat enthält ca. 6mal mehr Leukozyten, als normales Blut die die Wunde reinigen und die Heilung stimuliert resp. die Immunabwehr. Exsudat wird auch als Wundsekret bezeichnet. Das Wundsekret enthält nicht nur das eigentliche Exsudat, sondern auch andere Bestandteile, wie Blut, abgestorbene Zellen und Zelltrümmer sowie Bakterien etc. Ein feuchtes Wundmilieu unterstützt die Wundheilung, kann aber die Wundheilung behindern, wenn zu viel Sekret vorhanden ist, denn es ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Entzündungen regen die körpereigenen Abwehrprozesse an bzw. die Entzündung aktiviert verstärkt die unspezifische und die spezifische Immunabwehrreaktion der Leukozyten an. Durch die starke Durchblutung wandern vermehrt Leukozyten resp. weisse Blutkörperchen in das Wundgebiet. Die Phagozyten der allgemeinen Abwehr beginnen damit, Zelltrümmer und Fremdkörper zu vernichten. Die Killerzellen sind Bestandteil der spezifischen Immunabwehr und neutralisieren somit spezifische Erreger.

Zahn-Entzündung

Zahnentzündung ist ein Begriff aus dem Volksmund, denn damit ist meist eine Entzündung vom Zahnnerv, der so genannten Pulpitis gemeint.

Der Begriff Zahn-Entzündung wird aber auch für eine Entzündung des Zahnhalteapparates bzw. der Parodontitis missbraucht. Eine Entzündung ist ein komplexer Prozess des Abwehrsystems des Körpers gegen Angriffe aller Art, so auch bei der „Zahn-Entzündung“. Sie ist stets eine Reaktion auf krankmachende Reize, wie Gifte oder Fremdkörper, durch die Gewebe und oder auch Zellen die geschädigt werden. Wie ausgeprägt die Zahnentzündung ausfällt ist abhängig von der Stärke, Anzahl und Intensität, aber auch von der Dauer der angreifenden Reize. Bei einem Zahniplantat, welches eine Entzündung aufweist spricht man von einer Periimplantitis.
Das Ziel einer Entzündung ist, den Verursacher und seine Folgen aus dem Körper zu beseitigen. Durch vermehrte Ansammlung von Zellwasser im Wundbereich kommt es bei der Entzündung zu einer Schwellung des Gewebes, wodurch der Druck auf die darunter liegenden Nervenenden ansteigt und die Wunde zu schmerzen beginnt, was bei der „Zahnentzündung“ als Landläufiger Begriff, Zahnschmerzen auslöst. Verursacher sind meist Streptokokken und Staphylokokken aus einer Nerventzündung eines abgestorbenen Zahnes. Fieber ist ein Zeichen der Abwehrreaktion des Körpers und signalisiert, dass der eigene Körper Abwehrmechanismen funktioniert. Infekte beim Zahnarzt zeigen vielfach in der direkten Umgebung die Symptome der Entzündung. Die Ursache einer Entzündung im Mundbereich, Kieferbereich bzw. Gesichtsbereich ist meistens beim Zahn selbst oder im Zahnhalteapparat zu suchen. Die häufigsten Entzündungen im Kieferbereich ist eine entzündete Wurzelspitze, im Besonderen bei Weisheitszähnen oder auch nach chirurgischen Eingriffen.

Infektionen mit Entzündungsanzeichen sind:

Erkrankung des Zahnerven (Wurzelbehandlung)
Schädigung des Zahnes (Karies) und seiner Umgebung
Schlupfwinkelinfektion der unteren Weisheitszähne
Fortschreitende Zahnfleischerkrankungen (Parodontose)
Keimverschleppung bei der Leitungsanästhesie
Therapeutisch kommen bei der Zahnbehandlung der Entzündung die Chemotherapie bzw. die Gabe eines Antibiotikum, die medikamentöse und physikalische Behandlung bzw. Schmerztherapie und die operative Abszesseröffnung zur Anwendung. Zu den häufigsten ambulanten Operationen in der Kieferchirurgie bei einer Entzündung gehören die Abszesseröffnung mittels Inzision, die Wurzelspitzenresektion, die Entfernung von Weisheitszähnen und die Behandlung der Parodontose sowie des entzündeten Zahfleisches. Nach Abklingen der "Zahnentzündung" sollte die Ursache durch den Zahnarzt beseitigt werden.

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