Caries

Caries zerstört die Zahnsubstanz durch Abbauprodukte von Mundbakterien.

Caries bedeutet Karies (Zahnfäule, Caries dentum) wo sich die Kariologie mit Behandlung vom Loch im Zahn befasst, denn die Kariologie befasst sich mit den Erkrankungen der Zahnhartsubstanzen wie Zahnschmelz, Dentin und Wurzelzement sowie deren Prävention und Therapie. Bakterien ernähren sich durch die Bakteriennährstoffe und im Zahnbelag zersetzen sie kleine Essensreste. Dabei entsteht Säure, die den Schmelz bzw. Zahnschmelz angreift und allmählich entkalkt. Dieser Prozess ist anfänglich noch umkehrbar durch Fluoridzufuhr und gute Zahnpflege. Bei fortschreitender Zerstörung vom Zahnschmelz entstehen zuerst eine weiche Stelle und später ein kleines Loch im Zahnschmelz, so dass die Beschädigung des Zahnschmelzes nicht mehr umkehrbar ist. Das Loch im Zahn kann durch eine Füllung bzw. Zahnfüllung repariert werden, Zahnschmelz jedoch nicht. Geht die Zerstörung weiter, greift die Karies (Caries) das Zahnbein an und später den Zahnnerv. Unbehandelte Karies ist bei Menschen unter 35 der häufigste Grund für Zahnverlust. Erst durch die zahnärztliche Untersuchung Kariesdiagnostik mit spezieller Beleuchtung oder durch ein Röntgenbild und Sondierung (Karieserkennung) kann Karies genauer beurteilt werden Eine Kariesunterteilung ist erst nach dem Ausmass des kariösen Schadens (Kariöse Läsionen) möglich (Kariesindex). Eine Caries initialis bzw. Caries superficiali`s liegt vor, wenn sich die Karies innerhalb des Zahnschmelzes befindet. Bei einem Kariesbefall des Dentins handelt es sich entsprechend der Tiefe der Dentinkaries um eine Caries media oder Caries profunda.

Cariesstufen werden unterschieden:

Anhand der Lokalisation und Tiefe des Zahndefekts (Läsion) werden verschiedene Formen und Stuffen der Caries unterschieden.
♦ Initialkaries: Demineralisation ohne Strukturdefekt. (kann durch Fluoridierung umgekehrt werden)
♦ Caries superficiali`s: Ausbreitung im Schmelz (vielfach noch schmerzfrei)
♦ Caries media: mit Dentinbeteiligung (teilw. Schmerzen beim Essen) Defekt bis zum Zahnbein (Dentinkaries)
♦ Caries profunda: Grenzt mit infiziertem erweichten Dentin an das Pulpakavum. (Karies im nervnahen Bereich)
♦ Caries sicca: Alte, dunkle, harte, zum Stillstand gekommene Karies. Caries sicca stellt eine Sonderform dar.

Erneute Karies nach Zahnbehandlung

Das erneute Entstehen einer Zahn-Karies an einem bereits behandelten Zahn (Füllungsrand) bezeichnet man als Sekundärkaries oder Rezidivkaries. Der Unterschied zwischen Caries superficiali`s und Caries media ist sehr klein. Bei Caries media kann es ein Zufallsbefund sein, wo vorher keine Schmerzen vorhanden waren entstehen plötzlich Schmerzen, denn je grösser der Defekt ist, umso mehr finden Fäulnisprozesse statt. Die Schmelzkaries (Caries superficiali`s) ist eine oberflächliche und vorerst nur den Zahnschmelz befallene Karies mit (Initialkaries) kreidiger Verfärbung (Initialläsion). Die Symptome von Initialkaries zeigen sich in Form einer kreidigen Schmelzoberfläche (Kreideflecken). Die Initialschäden sind mithilfe von Mineralien regenerierbar, etablierte Schäden müssen mechanisch gesäubert und therapeutisch versorgt werden. Bei der Caries penetrans (Zahnfäule) hat der Defekt die Pulpa durch das Dentin hindurch bereits erreicht. Caries profunda ist eine Tiefgehende Karies. Caries Florida ist eine rapide Verlaufsform von Karies und wird auch "blühende Karies" genannt. Die Zahnfäule wird als Caries dentium bezeichnet und ist ist eine Erkrankung von Zahnhartgewebe, Zahnschmelz und Dentin. Caries Decline ist der Rückgang von Zahnkaries durch den Einsatz von Fluoriden. Kariesrezidiv oder Rezidivkaries ist ein erneutes Ausbrechen einer zeitweise ruhenden Karies, evt. durch einen Behandlungsfehler. 

Karies (Caries) (Zahnkaries) wird von verschiedenen Faktoren begünstigt:

♦ Zahnbelägen
♦ Kariesfördernden Bakterien (Streptococcus Mutans, Laktobazillen)
♦ Zucker und Kohlenhydraten aus denen Kariesbakterien Säure bilden können.
♦ Zu wenig Speichel (Speicheldrüsen, Speichelfluss, Speichelfunktion)
♦ Zeitspanne zwischen Essen und Zahnreinigung (Mundpflege).

Verlauf von Karies (Caries):

♦ Kleine und, zunächst weiss, später hell bis dunkelbraune Zahnverfärbungen (Zahnfarbe)
♦ Überempfindliche Zahnhälse süss, warm, kalt
♦ Zahnschmerzen (Odontalgie) bzw. (Caries - Zahnschmerz)
♦ Schwellungen und oder auch Zahnfleischbluten bzw. Zahnfleischentzündung
♦ Weiche Stellen im Zahn
♦ Abbrechende Zahnteile.

Symptome von Karies (Caries)

♦ Empfindliche Zähne (heiss, kalt, süss, sauer)
♦ Zahnschmerzen (Karies - Zahnschmerz intermittierend)
♦ Ziehender leichter Schmerz bei Genuss bestimmter Nahrungsmittel
♦ Dauerschmerzen (Zahnschmerzen)
♦ Lockerung von Füllungen (Füllungsfrakturen)
♦ Mundgeruch (lokaler Mundgeruch)

Zahnschmerzen von Caries

Gegen Karies-Zahnschmerzen (Odontalgie) die durch ein Loch im Zahn helfen fürs erste einfache Hausmittel wie spülen mit kaltem Wasser, den Zahn bestreichen mit Nelkenöl oder kauen von Gewürznelken. Ein nicht zu heisser Kamillentee wirkt besonders bei Kindern (Milchzahnkaries) schmerzlindernd.
In jeder Mundhöhle leben Mikroorganismen. Sie ernähren sich von leicht verwertbaren Substanzen, vor allem von Zucker. Dabei scheiden sie Stoffwechselprodukte (Säuren) aus, die den Zahnschmelz angreifen und entkalken (demineralisieren). Als Folge davon entsteht bei mangelnder Zahnpflege zuerst unter der noch intakten Schmelzoberfläche eine entkalkte Stelle (Initialläsion). Wenn die Entkalkung weiter voranschreitet, bricht die Schmelzoberfläche ein d.h. es entsteht ein Karies-Loch.

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