Abbinden, Aushärtungsprozess Zahnmedizin

Abbinden oder auch Aushärten ist beim Zahnarzt in der Zahnmedizin die Bezeichnung für die komplexe chemische Verfestigung von Materialien, die aus einer flüssigen Substanz bestehen wie Zahn-Amalgam.

Das Abbinden ist der Übergang vom flüssigen in den festen Zustand von Materialien durch chemische oder physikalische Prozesse, speziell die Versteifung und Erhärtung von angemischten Gipsen, Zahnzementen und Abformmassen. Die Abbindung lässt sich beim Zahnarzt durch verschiedene Zusätze und Massnahmen verzögern oder beschleunigen. Abbinden ist eine komplexe, chemische Verfestigung. Materialien, die aus einer flüssigen Substanz bestehen, muss man abbinden oder aushärten. Ein konstanter Aushärtungsprozess kann beeinflusst werden durch chemische Abbindebeschleuniger oder Abbindungsverzögerer, durch die Temperatur und Zusammensetzung vom Gemisch. Beim Prozess muss die freigesetzte Wärme berücksichtigt werden, denn damit kann es zur Volumenänderung der Mundmaterialien kommen. Abbindeexpansion ist das Verhalten von Werkstoffen, während dem Aushärten, die Form zu vergrössern resp. an Volumen zuzunehmen. Eine Amalgam-Füllung dehnt sich beim Abbinden aus und kann dadurch zu Rissen im Zahn führen. Abbindekontraktion ist die Eigenschaft von Werkstoffen im Verlaufe vom Aushärtevorgang, ihr Volumen zu reduzieren, also zu schrumpfen.

Kunststofffüllungen

Die Kauflächen und Flächen im Bereich zwischen zwei Zähnen (Approximalkontakte) stellen an die Kunststofffüllungen hohe Anforderungen.

Die Schrumpfung, die beim Abbinden erfolgt, erfordert ein langsames Vorgehen, damit die Schrumpfung vom Material möglichst klein gehalten werden kann. Einen erheblichen Zeitaufwand bedingt das Vorbereiten bei der Zahnbehandlung vom Zahn durch Trockenlegung und Konditionieren sowie das schichtweise Aushärten.

Das Abbinden der Zähne

Das Abbinden beim Zahnarzt wird an allen natürlichen Fehlern der Zähne angewendet.

Dabei wird eine dünne Schicht von Plastiks auf der vorderen Oberfläche der Zähne aufgebracht. Abbinden ist eine zusammengesetzte Harzfüllung, die in die Backenzähne sowie die vorderen Zähne gelegt wird und für eine Vielzahl von strukturellen sowie kosmetischen Zwecken dient. Zahnabbinden kann das Abbinden von gebrochenem oder abgebrochenem Zahn bedeuten. Das Harz gibt es in vielen Farbtönen, damit es zu den natürlichen Zähnen zusammenpasst. 

Zahnbehandlung im Dämmerschlaf

Die Schlafnarkose während der Zahnbehandlung ist bei grosser Zahnarztangst (Phobie) meist die beste Variante, wobei es viele Angstgründe gibt. Wer Zahnarztangst hat, sollte die Ängste dem Zahnarzt bereits vor der Zahnbehandlung bei der Anmeldung mitteilen, damit der Zahnarzt genügend Zeit einplanen kann. Das Vertrauen zum Zahnarzt ist bei Zahnarzt-Angst sehr wichtig, sodass eine vorgängige kostenlose Angstberatung (Hilfe bei Zahnarztangst) sehr sinnvoll sein kann, damit ein guter Zahnarzt gefunden wird, der viel Verständnis und Erfahrung mit Zahnarztangst hat, aber auch eine Dämmerschlafnarkose anbieten kann. Weitere Informationen über die Behandlung bei Zahnarztangst und Schlafnarkose beim Zahnarzt erhalten Sie bei OPTI-DENT unter Fachberatung Zahnmedizin und Fachberatung Zahnarztangst.