Analgosedierung (Narkose)

Als Analgosedierung bezeichnet man die medikamentöse Schmerzausschaltung (Analgesie) bei gleichzeitiger Beruhigung (Sedierung).

Im Unterschied zur Narkose reagiert der Zahnpatient bei der Analgosedierung auf äussere Reize und atmet selbständig. Das Gefühl für den Zahnpatienten bei der Zahnbehandlung ist sehr beruhigend und angenehm, Stunden vergehen, gefühlt wird dies aber, als wären es einige Minuten. Die Behandlung unter Analgosedierung wird angewendet, wenn das Angstgefühl zu tief verankert ist und der Zahnpatient körperliche Angstsymptome, wie Zittern, Unruhe oder Herzrasen verspürt. Die Analgosedierung wird von einem Anästhesisten durchgeführt und überwacht, wobei der Zahnpatient durch ein Medikament in einen Dämmerschlaf versetzt wird.  Der Zahnpatient ist während der ganzen Zahnbehandlung ansprechbar und reagiert auf Aufforderungen, wie  Mund öffnen etc. Falls sich der Patient während der Analgosedierung immer noch gegen die Zahnbehandlung wehrt, kann zur Vollnarkose übergegangen werden. Die Analgosedierung erfolgt durch Gabe von Narkosegas oder mit Hilfe parenteraler Anästhetika oder in Kombination mit oralen oder parenteralen Sedativa. Abhängig von der Dosis der verabreichten Anästhetika kann die Analgosedierung in eine Vollnarkose übergehen.

Analgosedation

Analgosedation (engl.) ist die Herabsetzung der Schmerzempfindung, "Dämmerschlaf" (Analgosedierung)

Analgosedation ist der Einsatz von beruhigenden Medikamenten und vielfach eine Kombination von Schmerzmitteln und Psychopharmaka vor der Zahnbehandlung bei ängstlichen oder erregten Zahnpatienten sowie Kleinkindern vor zahnärztlichen Eingriffen. Die Begriffe Prämedikation, Sedierung und Analgosedation sind nicht genau definiert bzw. bestehen teilweise nebeneinander und haben fliessende Übergänge. Der Begriff Sedierung (lat. sedare, "beruhigen") wird vor allem in der Medizin, in der Anästhesiologie oder bei Psychopharmaka verwendet. Ein Sedativum ist ein Beruhigungsmittel. Der Begriff Sedierung (seltener auch Sedation, "beruhigen" oder "sinken lassen") wird in der Medizin oder bei der Nutzung von Psychopharmaka verwendet und bezeichnet die Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel (Sedativum) Wenn gleichzeitig ein Schmerzmittel (Analgetikum) verabreicht wird, spricht man von einer Analgosedierung. Eine Analgosedation erfolgt mit der intravenös Verabreichung (in den Arm gespritzt) von Midazolam in Verbindung mit dem Opioid Fentanyl, oder mit einem Remifentanil-Narkose-Cocktail aus Midazolam mit einer Remifentanil-Propofol-Mischung. Verwandte Suchvorgänge von Analgosedation sind Sedierung oder Dämmerschlaf.

Analgosedierung als Betäubung

Eine Analgosedierung ist eine Art der Betäubung, bei dem der Schmerz ausgeschaltet wird (Analgesie) und eine Beruhigung erfolgt (Sedierung). Im Gegensatz zur Narkose kann der Patient auf Reize reagieren. Von der Analgosedierung kann der Patient in einen Zustand der Narkose geraten, was teilweise auch erforderlich sein kann, dass auf eine Vollnarkose übergegangen wird (Standby). Es ist möglich, dass die Schmerzmedikamente bei der Analgosedierung nicht ausreichend wirken und deshalb eine Narkose erforderlich wird, um für den Patienten Schmerzfreiheit zu erreichen. Bei Menschen mit Zahnarztangst und gleichzeitig mit vielen Grundkrankheiten ist es besonders nützlich, dass mit Hilfe der Analgosedierung eine Zusatzbelastung durch Unruhe und Ängste vermieden wird. Eine Analgosedierung kann bei einer Vielzahl von Eingriffen vorgenommen werden und ist vielfach sinnvoll, wenn Zahn-Patienten ängstlich und gestresst sind.

Analgosedierung und Schlafen

Analogsedierung bedeutet, das Bewusstsein zu behalten und trotzdem den Schmerz nicht zu spüren. Analgosedierung ist die Ausschaltung des Schmerzempfindens mittels Injektion in den Arm, wobei der Zahn-Patient, „obwohl in einen schlafähnlichen Zustand versetzt“, selbstständig kontinuierlich atmet und weiterhin auf physische Stimuli und verbale Kommandos des Zahnarztes reagieren kann. Da die Analgosedierung den Schmerz nicht verhindert, sondern lediglich das Empfinden beeinflusst, bleibt eine örtliche Betäubung, die Lokalanästhesie, meist unvermeidlich. Nach einer solchen Behandlung ist wie unter Hypnose hinterher keine Erinnerung daran mehr vorhanden. Die Analgosedierung = "den Schmerz nehmen durch Schlafen" ist eine sanfte Weiterentwicklung der Narkose, ohne die früher unangenehmen Nebenwirkungen. Narkosearzt und Zahnarzt arbeiten für das Wohl des Zahnpatienten zusammen. Vor der zahnärztlichen Behandlung legt ein Narkosearzt (Anästhesist) einen intravenösen Zugang (wie beim Blutnehmen) in den er Beruhigungsmittel und Schmerzmittel gibt. Dies führt zu einem schmerzfreien Dämmerschlaf (Analgosedierung). Als Zahnpatient ist man ansprechbar, erinnert sich später aber nicht mehr an die Zahnbehandlung bzw. man bekommt den Eingriff nicht mit.

Siehe auch Zahnarztangst, Angst bei Zahnbehandlung, Angstbewältigung bei Zahnarztangst oder Zahnarztphobie.

Zahnsanierung in Dämmerschlaf-Narkose

 Die Schlafnarkose beim Zahnarzt während der Zahnbehandlung ist bei Zahnarztangst die beste Variante. Unter einer Zahnsanierung versteht man beim Zahnarzt eine Zahnrestaurierung durch Zahnfüllungen, Wurzelbehandlungen oder das Verblenden der Zähne mit Veneers. Unter einer Komplettsanierung versteht man meist eine Zahnbehandlung, bei der die Hälfte der Zähne sanierungsbedürftig sind oder durch Zahnersatz ersetzt werden müssen, was vielach bei Zahnarztangst der Fall ist, wo eine Gebisssanierung notwendig wird, den durch die Sanierung der Zähne wird die Lebensqualität erhöht. Weitere Informationen über die Behandlung bei ZahnarztangstAngstbewältigung bei Phobie, Methoden bei Zahnarztphobie und Schlafnarkose beim Zahnarzt erhalten Sie bei OPTI-DENT unter Fachberatung Zahnarztangst und Fachberatung Zahnmedizin.