Amalgam für Zahnfüllung

Amalgam für Zahnfüllungen ist der älteste Füllungswerkstoff der seit über 100 Jahren in der Zahnmedizin verwendet wird.

Ein Amalgam (griech. Malagma, Erweichend) ist eine Legierung mehrerer Metalle. In der Zahnmedizin versteht man unter Amalgam eine Legierungen mit Quecksilber für die Zahnfüllung. Es ist eine Kostengünstige Füllung für die Zähne meist in der Form von Silberamalgam und wird immer noch weltweit millionenfach in der Kariologie nach der Kariesbehandlung als Zahnfüllung eingesetzt wird, doch wird es vielfach auch falsch geschreiben als Amalgan wie es in Mundart als Ausdruck verwendet wird. In den Handel und zum Zahnarzt kommt Amalgam als Pulver und erst durch Hinzugabe von flüssigem Quecksilber entsteht das Amalgam, um das Loch im Zahn zu stopfen.

Amalgam-Legierung lösen Kritik aus

Die Legierungen welche das Quecksilber mit anderen Metallen bildet, werden mit dem Namen Amalgame bezeichnet.

Die meisten Metalle besitzen die Fähigkeit, sich beim Zusammenschmelzen miteinander zu vereinigen, was als Legierung bezeichnet wird.  Unter Amalgamen sind also immer Legierungen zu verstehen, die nebst anderen Metallen auch Quecksilber enthalten die Kritik auslösen. Für die Gesundheit ist Quecksilber nicht unbedenklich, denn Amalgam besteht aus folgenden Metallen: Quecksilber (Hg), Silber (Ag), Zinn (Sn), Kupfer (Cu), Zink (Zn). Nadelamalgam ist Amalgam mit Pulverpartikeln in Form feiner Nadeln und werden als Metall-Legierung in der Zahnmedizin vielfach als Dentallegierung bezeichnet. Amalgam wird meist im Seitenzahnbereich direkt vom Zahnarzt als Füllstoff für eine defekte Zahnsubstanz genutzt, die vielfach über 25 Jahre gut Haltbar ist. Amalgam steht durch das enthaltene Quecksilber in der Kritik, Allergien auszulösen, doch allergische Reaktion auf Amalgam ist ein seltenes Krankheitsbild dass vielfach falsch diagnostiziert wird. Unter Amalgamsanierung versteht man, die Entfernung von Amalgamfüllungen (Amalgam-Entfernung) und Amalgam-Ausleitung sowie das Ersetzen durch Kompositfüllungen oder der Alternative mit Inlays, so Goldinlays oder Keramikinlays. 

Amalgamvergiftung

Amalgam sind Legierungen mit Quecksilber und anderen Metallen zum Füllen von Zahnlöchern.

Als bewährtes Füllungsmaterial wegen seiner einzigartigen Eigenschaften, ist Amalgam aufgrund seines Quecksilberanteils in die Kritik geraten. Mit Amalgamvergiftung ist die Anfälligkeit gegenüber Infekten mit Halsentzündung, Reizhusten oder grippale Infekte gemeint, doch wie gross dass ein Amalgamrisiko ist, kann wie bei der Amalgam-Unverträglichkeit nicht beantwortet werden, da ein Nachweis für Krankheiten wie Kopfschmerzen schwierig zu erbringen sind. Viele Zahnärzte sind deshalb zu Amalgamalternativen wie Kompomere das eine Amalgamalternative ist und sich aus Komposit und Glasionomer zusammensetzt sowie Kunststofffüllungen oder Gold-Inlays und Keramik-Inlays übergegangen.

Amalgame

Amalgame sind Legierungen von Quecksilber (Hg) mit anderen Metallen.

Da Quecksilber aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes von minus 38,9 Grad Celsius in flüssiger Form vorliegt, kann Amalgam in der Zahnarztpraxis durch einfaches Vermischen von Quecksilber mit einem Metallpulver in einem Mischgerät hergestellt werden. Dieses Vermischen wird als Trituration (tritura lateinisch Das Dreschen) bezeichnet. Das Metallpulver kann aus einzelnen Spänen oder Kugeln bestehen. Die Späne werden vom Hersteller durch Zerspanen grösserer Gussblöcke hergestellt. Entsprechend wird das Metallpulver auch Feilung genannt. Eine andere Bezeichnung für das Metallpulver ist der englische Begriff Alloy, da es sich hierbei um eine Legierung verschiedener Metalle handelt (Alloy englisch = Legierung). Das Metallpulver basiert auf einer Silber-Zinn-Legierung mit Zusätzen von Kupfer (Cu) und Zink (Zn). Das zum Anmischen verwendete Quecksilber hat einen Reinheitsgrad von mindestens 99.99%. Das Metallpulver kann durch einen kleinen Zusatz von Quecksilber bereits voramalgamiert sein, um das Anmischen in der Praxis zu erleichtern. Das Metallpulver konventioneller Amalgame enthält mindestens 65% Silber (Ag), maximal 29% Zinn (Sn) und maximal 6% Kupfer (Cu).

Nach dem Anmischen entstehen beim Aushärten von Amalgam eine chemische Verbindung:

zwischen Silber und Quecksilber, Gammaphase 1 genannt

 zwischen Zinn und Quecksilber, Gammaphase 2 genannt

 Amalgam-Korrosion= Zerstörung der Oberfläche durch schädliche äussere Einflüsse

Die Amalgamphase besagt Intermetallische Verbindungen in der Feilung bzw. nach der Reaktion mit Quecksilber, wo die Gammaphase 2 korrosionsanfälliger ist. Dadurch kann es bei der fertigen Zahnfüllung nach einiger Zeit zu Verfärbungen, Rauigkeiten auf der Oberfläche, Formveränderungen und sogar zu Randbrüchen kommen. Eine Amalgamkorrosion ist bei gamma-2-freiem, festgestopftem Amalgam kaum nachweisbar. Es wurden daher verbesserte Amalgame entwickelt, die keine Gammaphase 2 enthalten. Gamma2freie Amalgame (non Gamma2Amalgame) Durch Erhöhung des Kupferanteils im Metallpulver auf bis zu 30% erhält man Amalgam, das im ausgehärteten Zustand keine Gammaphase2 hat. Dieses Gamma2freie Amalgam hat deutlich bessere Werkstoffeigenschaften. Es ist formbeständiger, druckfester, korrosionsbeständiger und damit auch farbstabiler als konventionelles Amalgam. Aufgrund der besseren Werkstoffeigenschaften werden heutzutage nur Gamma2freie Amalgame in der Zahnarztpraxis verwendet. 


Verarbeitung von Amalgam

Für den Gebrauch und Verarbeitung von Amalgam in der Zahnarztpraxis sind vordosierte, verschweisste Kapseln zu empfehlen, die Pulver und Quecksilber in konstanter Dosierung enthalten.

Durch die Kapseln wird eine gleich bleibende Qualität bei gleichzeitigem Schutz von Patient und Personal vor einer Quecksilberbelastung beim Anmischen gewährleistet. Das Mischungsverhältnis von Metallpulver und Quecksilber beträgt ca. 1:1. Das angemischte Amalgam wird mit einer Amalgampistole in die Kavität gebracht. Dort wird das plastische Amalgam mit definiertem Druck in die Kavität gepresst und wird beim Zahnarzt  als Stopfen der Amalgamfüllung bzw. Kondensation bezeichnet. Unter Kavität versteht man einen Hohlraum bzw. eine "Zahnhöhle" bei Zahn-Karies. Die Kondensation bewirkt eine Verdichtung von Amalgam, gute Anlagerung vom Material an den Kavitätenrand (Randschluss) und Auspressen von überflüssigem Quecksilber. Die Kondensation erfolgt mit der Hand oder maschinell, wo an der Oberfläche eine quecksilberreiche und entsprechend weiche Schicht entsteht die entfernt werden muss. Die Kavität wird daher zunächst etwas überstopft und anschliessend zurückgeschnitten.

Anwendung von Amalgam

Aufgrund der hohen mechanischen Belastbarkeit wird Amalgam vor allem für Zahnfüllungen im Seitenzahnbereich verwendet, die dem Kaudruck ausgesetzt sind.

In Bereichen geringerer mechanischer Belastung bzw. bei geringerer Kavitätenausdehnung können andere Füllungsmaterialien eingesetzt werden.

Allergie gegen Amalgam

Die Amalgam-Allergie ist ein seltenes Krankheitsbild und wird auf unter 0,01% der Bevölkerung geschätzt, wo sich allergische Reaktion auf Amalgam zeigen, doch beim Zahnarzt besteht die Schwierigkeit, das Krankheitsbild eindeutig abzugrenzen.

Allergische Reaktion auf Amalgam ist ein seltenes Krankheitsbild, das vielfach falsch diagnostiziert wird, auch wenn eine Allergie auf Dentalmaterial durch den Allergietest (Epikutantest, Patch-Test) festgestellt werden kann und im Allergiepass das Ergebnis der Testung auf Allergene eingetragen wird. Füllungsmaterialien sind generell nicht zu verwenden, wenn eine nachgewiesene Allergie gegen ein Bestandteil vom Material vorliegt, was nicht nur für Amalgam gilt, sondern auch für die Komposite Füllung etc. Krank durch Amalgame ist eine seltenheit wie auch Allergien durch Amalgame, so dass eine Amalgam-Sanierung bzw. Amalgam austauschen nicht zwingend notwendig ist, wenn keine Zahnprobleme vorhanden sind und die Füllung aus Zahn-Amalgam nicht defekt ist oder die Plombe herausgefallen ist (Plombe für Zähne).

Amalgam bei Schwangerschaft

Bei Schwangeren sollen möglichst keine Amalgamfüllungen gelegt und entfernt werden.

Bei Schwangeren soll auf die Zahnbehandlung wie auch auf eine umfangreiche Füllungstherapie verzichtet werden, die über eine Notfallbehandlung bzw. Schmerzbehandlung bei Zahnschmerzen hinausgeht. Nach derzeitigem Wissenstand gibt es keinen Beleg, dass die Belastung der Mutter mit Quecksilber aus den Amalgamfüllungen gesundheitliche Schäden beim Ungeborenen verursacht. Amalgam-Alternativen sind Glasionomere, Kompomere und Komposite wie auch Inlay, Onlay oder Overlay möglich.

Schwere Nierenfunktionsstörung durch Amalgam

Die Nieren sind auch das Hauptausscheidungsorgan für Quecksilber.

Quecksilber lagert sich unter anderem in den Nieren ab, daher stellen schwere Nierenfunktionsstörungen eine Gegenanzeige für die Anwendung von Amalgam dar.

Amalgam bei Kindern

Bei Kindern können grundsätzlich alle Füllungsmaterialien verwendet werden.

Da eine Behandlung mit Amalgam zu einer Belastung vom Organismus mit Quecksilber führen kann, sollte aus Gründen von vorbeugendem Gesundheitsschutz geprüft werden, ob eine Amalgamtherapie notwendig ist. Dies hat unter Berücksichtigung einer möglichen Belastung durch andere Füllungsmaterialien zu erfolgen (Galvanische Mundströme durch Mundbatterie).

Besteht eine Gesundheitsgefährdung durch Amalgam

Amalgamfüllungen tragen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung mit Quecksilber bei, wobei das Risiko Amalgamvergiftung klein ist.

 Die Menge an Quecksilber aus Amalgam wird ca. der Quecksilbermenge entsprechen, die wir mit der Nahrung aufnehmen.

Nachweisbaren Quecksilbermengen im Urin und Blut liegen bei Personen mit Amalgamfüllungen weit unter dem Grenzwert zur Auslösung einer Quecksilbervergiftung.

Aus allen Materialien werden Substanzen freigesetzt, die eine Gefahr für den Patienten bedeuten können.

 Bei keinem Füllungsmaterial für Zahnfüllungen kann eine Nebenwirkung ausgeschlossen werden.

 Die Entscheidung für Füllungsmaterial sollte im Einzelfall unter Berücksichtigung der individuellen Situation vom Patient gefällt werden.


Durch Verwendung von Gamma2freiem Amalgam mit geringer Korrosionsneigung wird die Quecksilberbelastung der Patienten bei der Zahnerneuerung bzw. Zahnsanierung vermindert. Die Berufsgenossenschaft schreibt in der Unfallverhütungsvorschrift vor, dass Amalgam in Mischgeräten hergestellt und nicht mit der ungeschützten Hand zubereitet und geformt wird. Weiterhin müssen Quecksilberreste und Amalgamreste unter Luftabschluss in Wasser gehalten werden, da eine besonders grosse Gefährdung von Quecksilberdämpfen ausgeht.

Vorgehen bei Zahnreisen, Zahnbehandlung Ungarn

OPTI-DENT organisiert je nach Wunsch individuelle Zahnreisen mit Flugzeug oder Bus zusammen mit den Klinikpartnern in die renommiertesten Zahnkliniken in Budapest. Als Zahnreisen werden Individualreisen für eine "Preiswerte Zahnbehandlungen" bezeichnet, die mit der Fachberatung Zahnmedizin am Telefon und einer Offerte beginnt, womit man die Gewissheit hat, ob sich eine Zahnbehandlung im Ausland lohnt. An allen Orten der Zahnbehandlung (Zahnreise-Destinationen) wird in den Zahnarztpraxen und Zahnkliniken der der Standard der modernsten Technologie ständig überprüft, wie auch die Zahnarztausbildung.