Alveolitis sicca, Postextraktionssyndrom, Zahnmedizin

Als Alveolitis sicca oder Dolor post werden Nachschmerzen nach einer Zahnextraktion (Zahnentfernung) verstanden, wenn eine Komplikation entsteht.

Was im Volksmund als Lochweh oder Lochschmerzen bezeichnet wird, nennt der Zahnarzt "Alveolitis sicca„ Alveole sowie die Entzündung „-itis“ als "Entzündliche Erkrankung" beinhaltet. Als "Dolor post" werden in der Zahnmedizin die Nachschmerzen bezeichnet und "Dolor post extractionem" bedeutet Schmerzen nach der Zahnentfernung bzw. Extraktion (Extraktionstherapie). Als „trocken“ (sicca) bezeichnet man eine die leere Alveole ohne Koagulum, denn jeder Zahn ist mit der Zahnwurzel über den parodontalen Bandapparat elastisch in der knöchernen Alveole aufgehängt, wo bei der Zahnextraktion die Alveolarwand als Scheidewand (Alveolenkortikalis) durch die Luxationsbewegungen (mechanisches Zahnziehen) beschädigt wird und besonders die Seitenzähne im Unterkiefer davon betroffen sind. Verbleibende Wurzelreste die abgebrochen sind müssen in der Alveole teilweise auch operativ entfernt werden wie bei der Weisheitszahnentfernung, denn die Zahnwurzelspitze kann im Oberkiefer (Augenzahn) bis zum Kieferhöhlenboden reichen oder in die Kieferhöhle vordringen. Beim Zahnarzt werden Zähne bei der Extraktion mit Hebelinstrumenten und Zangen in der Zahnmulde (Alveole) durch Rotationsbewegungen stark bewegt, so dass Faserapparat zerrissen und die Alveolenwände ausgedehnt werden, damit das eigentliche "Zahnziehen" erfolgen kann, sodass eine Postmedikation (Schmerzmittel) notwendig sein kann. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Aveole bzw. im knöchernen Zahnfach, in dem der entfernte Zahn z.B. Weisheitszahn gesteckt hatte und ein Weisheitszahn-Problem verursacht hat. Eine Alveolitis sicca ist eine Komplikation nach einer Zahnentfernung, vor allem im Bereich der Backenzähne, im Speziellen der unteren WeisheitszähneLochschmerzen können nach einer Zahnentfernung oder nach operativen Eingriff immer entstehen, was aber bei jedem Mensch verschieden ist und durch Schmerzmittel gelindert werden kann, denn bei leerer Alveole muss zuerst eine Blutgerinnung erfolgen bzw. ein Koagulum entstehen, damit die Lochschmerzen von selbst verschwinden. Alveolitis sicca tritt typischerweise dann vielfach zwei bis vier Tage nach der Extraktion auf, wo es zu einer Entzündung vom knöchernen Zahnfach (Alveole) vom Alveolarknochen (Alveolarfortsatz) kommt. Wenn in der Zahnmedizin von Postextraktionssyndrom gesprochen wird, kann es sich um eine begleitende Neuritis (Nervenentzündung) handeln, wo zu den Schmerzen bei Alveolitis sicca neuritisähnliche Schmerzen hinzukommen, während sie bei der typischen "Alveolitis sicca" konstant sind. Bei der Knochenentzündung der Alveole wird teilweise von "Ostitis alveolaris" gesprochen wie auch die Kieferknochenentzündung Ostitis genannt wird.

Ursache von Alveolitis sicca

Ursache von Alveolitis sicca ist ein Zerfall vom Blutgerinnsel im Kieferfortsatz.

Nach einer Zahnentfernung füllt sich die Operationswunde im Normalfall mit Blut, wo durch den Gerinnungsvorgang sich ein Koagulum bildet, da die den Alveolarfortsatz bedeckende Alveolarmukosa als frei bewegliche Mundschleimhaut fehlt. Bis die Oberfläche der Wunde mit Schleimhaut überwachsen ist, schützt Blutgerinnsel  die Alveole vor dem Eindringen von Keimen wie Bakterien Viren und Pilze die im Mund bzw. Mundhöhle vorhanden sind. Wenn der Blutpropf aus irgendeinem Grund undicht wird, so weil das Koagulum schrumpft oder durch chemische Einflüsse in der Mundhöhle zerstört wird, erfolgt keine Heilung, denn der Blutpfropf als Koagulum hat die Aufgabe der Heilung vom Defekt und verschliesst die Knochenwunde, damit die Alveole vor eindringenden Bakterien geschützt ist.. Es können auch mechanische Ursachen bei der Zahnpflege oder andere Gründe sein, so verursachen auch eingedrungene Keime und Mikroorganismen (Mikroben) eine weitere Zerstörung vom Blutgerinnsel. Eine Alveolitis ist eine Austrocknung der Aveole im  Alveolarknochen und damit eine einhergehende Entzündung der umliegenden Nerven, das leichte bis sehr heftige Schmerzen auslöst, die einige Wochen andauern können. In seltenen Fällen können nach der Extraktion auch Schwellungen mit einer „dicken Backe“ entstehen. Durch die Alveolitis sicca kann auch Mundgeruch auftreten, wenn Dolor post nicht mit Antibiotikum und zusätzlich Schmerzmittel behandelt wird oder mit einem "Verband" als Trägermaterial in die Alveole als Tamponade eingebracht wird. Die Tamponade sollte öfters gewechselt werden, doch Depottamponaden können bis zu drei Wochen halten. Bis Schleimhaut über die Nervensensoren gewachsen ist, kann die Behandlung bei einigen Menschen mit Allgemeinerkrankungen einige Wochen dauern.

Vorgehen bei Zahnreisen, Zahnbehandlung Ungarn

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