Aglossie, Hypoglossie, Fehlen der Zunge, Medizin

Aglossie ist ein Angeborenes Fehlen vom Zungenkörper und damit auch der Sprachfähigkeit.

Als Aglossie (engl. aglossia) bezeichnet man das vollständige Fehlen bzw. die Nichtanlage der Zunge und wird als mit assoziierter Fehlbildung der Gliedmasse beschrieben. Das Fehlen von Zunge, Zungenbein und Mandibula als grösster und stärkster Knochen vom Gesichtsschädel wird auch als Agnathie bezeichnet. Meist wird nur das gänzliche Fehlen der Zunge als Aglossie bezeichnet, denn eine stark verkleinerte, hypotrophe resp. hypoplastische Zunge wird als Mikroglossie bezeichnet und als Mikrognathie wird eine angeborene Missbildung vom Oberkiefer einschliesslich dem Alveolarfortsatz bezeichnet. Die atypische Bildung oder Form anatomischer Strukturen wird als aberrant (Abberans) bezeichnet. Die Erkrankung ist durch unterschiedliche Kombinationen von kraniofazialen Anomalien, Gliedmassenfehlbildungen und anderen Störungen charakterisiert. Aglossie ist ein angeborenes Fehlen der Zunge, führt nicht zu Stummheit, denn es behindert vielmehr die Artikulation (Stammeln) bzw. Sprechstörung. Wenn die Zunge vorhanden, aber deutlich verkleinert ist, spricht man von einer Mikroglossie. Aglosie bzw. aglossia ist das angeborene Fehlen der Zunge oder damit auch die Sprechfähigkeit. Aglossie und Hypoglossie sind ein Ergebnis von einer gestörten Embryo-genese zwischen der 4. und 8. Woche. Eine Aglossie ist eine angeborene Fehlbildung, die selten isoliert auftritt und kommt bei einer Reihe verschiedener Syndrome wie Aglossie-Adaktylie-Syndrom oder Hanhart-Syndrom vor. Hypoplasie ist die anlagebedingte morphologische Unterentwicklung, die Organanlage ist vorhanden, das Organ aber nicht vollständig entwickelt. Hypodontie ist eine Bezeichnung für eine angeborene Unterzahl von Zähnen und Hypertrophie ist die unnatürliche Vergrösserung von Geweben und Organen. Als kraniofaziale Anomalien werden Mikrostomie (kleiner Mund), Mikrogenie, Hypoglossie, auf verschiedene Weise gespaltene oder aberrant bzw. falsch verlaufend angeheftete Zunge, Hypodontie vom Unterkiefer, Gaumenspalte (Lippenspalten, Kieferspalten, Gaumenspalten), breite Nase, Unterliddefekte und Gesichtsasymmetrie bezeichnet. Eine Minderung oder Aufhebung der Geruchswahrnehmung für bestimmte Riechstoffe kann als Anosmie bezeichnet werden.

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