Alveolarkamm, Kieferkamm, Zahnmedizin

Kieferkamm ist der oberste Teil vom Alveolarfortsatz nach dem Zahnverlust.

Der oberste Teil vom Alveolarfortsatz wird nach einem Zahnverlust als Kieferkamm oder Alveolarkamm bezeichnet. Kieferkamm ist die erhöhte Leiste vom zahnlosen Kiefer, denn im zahnlosen Kiefer (fehlende Zähne) spricht man vom Alveolarkamm oder Kieferkamm. Als Schlotterkamm wird im Jargon der bindegewebige Kieferfortsatz bezeichnet. Der Zahnhalteapparat besteht aus dem Alveolarknochen, der Zahnwurzelhaut, dem Zahnzement bzw. Wurzelzement und dem Zahnfleisch. Der Alveolarkammabbau wird bezeichnet als Alveolarkammatrophie, Alveolarfortsatzatrophie, Kieferkammatrophie, Kieferatrophie oder Kieferknochenabbau sowie Kieferknochenschwund und ist ein physiologischer Abbauvorgang am zahntragenden Kieferknochen nach Zahnverlust. Der Alveolarkamm wird auch als Kieferkamm genannt und ist im zahnlosen Kiefer die erhöhte Leiste. Alveolar limbus ist der äussere bogenförmige Rand der Alveolen bzw. der Zahnfächer im Kiefer die früher meist als Limbus alveolaris bezeichnet wurden. Als Alveolarknochen wird die knöcherne Alveolenwand bezeichnet, das eine durchgehend dünne, glatte und kompakte Knochenwand ist, die das Zahnfach (Alveole) begrenzt und in der Zahnmedizin auch als Alveolenkortikalis bezeichnet wird. Als Zahnbogen bezeichnet man die Zahnbogenform bzw. die Form einer Parabel angenäherte bogenförmige Anordnung der Zähne im Alveolarfortsatz vom Oberkiefer wie auch vom Unterkiefer. Die Alveolarschleimhaut wird beim Zahnarzt meist als Alveolarmukosa (engl. alveolar mucosa) bezeichnet die als Bestandteil der Mundschleimhaut den Mundboden und den Mundvorhof auskleidet. Eine Alveolarkammplastik bezeichnet die chirurgische Modellierung vom Kieferkamm nach der Zahnextraktion. Wenn eine Komplikation nach einer Zahnextraktion oder Weisheitszahnentfernung entsteht, werden diese Nachschmerzen in der Zahnmedizin als "Dolor post" oder Alveolitis sicca bezeichnet. Alveolitis ist die Entzündung vom Zahnfach nach einer  und Dolor post extractionem bedeutet Wundschmerz nach einer Zahnentfernung, die durch scharfe Knochenränder oder Wundinfektion (trockene Alveole) nach dem Zahn ziehen verursacht wird.

Bei Zahnverlust kommt es zur Inaktivitätsatrophie

Nach dem Zahnverlust kommt es im knöchernen Alveolarfortsatz zu einer physiologischen Inaktivitätsatrophie bzw. Kieferknochenschwund mangels kaufunktioneller Krafteinleitung bzw. Druckbelastung auf den Kieferknochen.

Wenn Zähne im Alveolarfortsatz verankert sind, werden die Kaukräfte in den Kieferknochen geleitet, so dass der Kieferbereich entsprechend belastet und wieder entlastet wird. Die Inaktivitätsatrophie als Rückbildung von Gewebe erfolgt meist erst, wenn die Zähne gezogen werden oder ausfallen in Folge einer Nichtbenutzung vom Kieferknochen, sodass ein Schwund vom Kieferknochen erfolgt. Die Folge vom Funktionsverlust der Zähne bewirkt ein vertikaler und horizontaler Abbau vom vorhergehenden zahntragenden Kieferkammabschnitt, sodass für das Setzen von Zahnimplantaten vielfach ein Knochenaufbau notwendig wird. Nach dem Verlust der Zähne kommt es nebst der altersbedingten Resorption zur Atrophie im Alveolarfortsatz mangels Druckbelastung, denn Körper baut den nicht mehr belasteten Kieferknochen ab, da eine gute Durchblutung nur in Körperteilen erfolgt, die auch gebraucht werden, sodass für das Einsetzen von Zahnimplantaten ein Kieferknochenaufbau erforderlich sein kann. Durch Implantate als Nachbildung der natürlichen Zahnwurzel kann eine natürliche Druckbelastung auf den Kieferknochen bewirkt werden, da der Kiefer besser durchblutet wird und somit ein Kieferknochenschwund meist verhindert werden kann, denn Kiefer und Zahnhalteapparat bilden eine Einheit. Wenn eine Prothese nur auf dem Zahnfleisch aufliegt, werden die Kaukräfte nur auf die breite Mundschleimhaut übertragen, so dass der Knochen nicht belastet wird. Bei Schleimhautgetragenen Zahnprothesen wird dem Körper signalisiert, dass der Kieferknochen nicht gebraucht wird, was längerfristig zum Knochenschwund führt. Wenn Zahnimplantat im Kieferknochen vorhanden sind, wird beim Kauen genügend Druck auf den Kieferknochen ausgeübt, so dass dem Körper signalisiert wird, dass Kiefer gebraucht wird. Bei Zahnverlust werden nach Möglichkeit Einzelzahnimplantate, "Implantatprothesen" und Zahnbrücken (Implantatgetragene Brücke) auf normalen Zahnimplantaten, denn durch Implantate lässt sich im Gegensatz zur Totalprothese auf dem Kieferkamm ein Knochenverlust verhindern.

Zahnbehandlung im Dämmerschlaf

Die Schlafnarkose während der Zahnbehandlung ist bei grosser Zahnarztangst (Phobie) meist die beste Variante, wobei es viele Angstgründe gibt. Wer Zahnarztangst hat, sollte die Ängste dem Zahnarzt bereits vor der Zahnbehandlung bei der Anmeldung mitteilen, damit der Zahnarzt genügend Zeit einplanen kann. Das Vertrauen zum Zahnarzt ist bei Zahnarzt-Angst sehr wichtig, sodass eine vorgängige kostenlose Angstberatung (Hilfe bei Zahnarztangst) sehr sinnvoll sein kann, damit ein guter Zahnarzt gefunden wird, der viel Verständnis und Erfahrung mit Zahnarztangst hat, aber auch eine Dämmerschlafnarkose anbieten kann. Weitere Informationen über die Behandlung bei Zahnarztangst und Schlafnarkose beim Zahnarzt erhalten Sie bei OPTI-DENT unter Fachberatung Zahnmedizin und Fachberatung Zahnarztangst.