Der Kiefer ist ein knöchernder Schädelteil, der die Zähne beinhaltet.
Der Kiefer ist Teil des Gesichtsschädels mit Unterteilung in Oberkiefer und Unterkiefer, welche beweglich zueinander angeordnet sind. Unterschieden wird in Oberkiefer (Maxilla) und Unterkiefer (Mandibula "lat. mandere kauen, beissen"). Intermaxillär bedeutet, zwischen Oberkiefer und Unterkiefer gelegen. Die Kiefer sind die beiden Kiefer-Knochen, die die Zähne tragen. Der Oberkiefer ist fest mit dem Gesichtsschädel verwachsen. An ihm ist im Kiefergelenk der bewegliche Unterkiefer aufgehängt, der das Gesicht nach unten bogenförmig begrenzt und das Kinn bildet. Wo keine Zähne im Kiefer stehen (Zahnverlust), geht früher oder später der Kieferknochen zurück. Gelegentlich muss deshalb vor einer Implantation ein Aufbau mit eigenem oder künstlichem Knochen durchgeführt werden. Die Kieferchirurgie wie auch Mundchirurgie und Gesichtschirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet. Es umfasst die Diagnostik, Therapie, Prävention und sowohl funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) als auch ästhetische Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Knochenbrüchen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, des Kiefers und des Gesichtes.